Kühle Orte
(eine Auswahl, die gerne ergänzt werden darf !)

Die nachfolgende Aufstellung „kühler Orte“ berücksichtigt in erster Linie nicht-kommerzielle Angebote.
Ein Hinweis vorweg: Auch Brunnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas. Durch die Verdunstung des Wassers entsteht eine natürliche Kühlwirkung, die vor allem an heißen Sommertagen die Umgebungstemperatur absenken kann und den Menschen die Möglichkeit zur Abkühlung bietet. Im Sommer 2026 sind etwa in Bonn mehr als 70 Brunnen und Wasserspiele in Betrieb.
Besonders auffällige Brunnen stehen in Bonn etwa am Kaiserplatz, In der Sürst/ Gangolfstraße, am Bottlerplatz vor dem Sterntor oder am Stiftsplatz.
In Bad Godesberg sprudelt es u.a. an auffällig gestalteten Brunnen am Theater- und am Moltkeplatz.
Im Beueler Ortsteil Pützchen findet sich das Adelheidisbrünnchen, dessen Wasser Heilung bei Augenleiden bringen soll und besonders zu Pützchens Markt zahlreich besucht wird. Im benachbarten Vilich steht ein schön gestalteter Brunnen an der Stiftskirche St. Peter.
Bonn
Stadtbezirk Bonn


- Direkt an erster Stelle ist der Freizeitpark Rheinaue zu nennen, Bonns „Central Park“ und ursprünglich eine Rhein-Aue zwischen Bonn und Bad Godesberg. Der mittlerweile von den Bonnern, aber auch von Bonn-Gästen ins Herz geschlossene Park mit vielen Hügeln und Seen bietet zahlreiche Gelegenheiten zur Abkühlung an heißen Tagen. Er verdankt seine Entstehung der Weitsicht damaliger Kommunalbeamter und –politiker, die das Areal als Grünfläche für kommende Generationen retten konnten.
- Der romanische Kreuzgang des Bonner Münsters spendet nicht nur Schatten sondern auch Ruhe inmitten der Innenstadt. Den benachbarten Pfarrgarten hat die Kirche zudem vor fünf Jahren nach historischem Vorbild umgestalten lassen, er ist seitdem mit Kräutern und Blumen bepflanzt.
- Bäume und ein Wasserspiel stehen am Museumsplatz zwischen Kunstmuseum und Bundeskunsthalle und sorgen für Abkühlung. Und Parkbänke stehen im Schatten der Bäume und auch im Schatten der Hecke zur Emil-Nolde-Straße hin.
- Parkbänke liegen auch im Schatten des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses und der kleine Park bildet hier eine regelrechte Oase zwischen Südstadt und Rhein.
- Auch das bereits in Teilen neugestaltete Bonner Rheinufer bietet mit Wasserspielen und Sitzgelegenheiten zunehmend Angebote zum Verweilen und Flanieren.
- Der Botanische Garten macht etwa unter den Ästen des alten Mammutbaums am Weiher Hitzetage erträglicher. Und auf schattigen Wegen ist die Luft deutlich kühler als nebenan in der Stadt.
- Auf dem Nordfriedhof verhelfen die Bäume zu schattigen Wegen wie in einem großen Park. Im hinteren Teil des Friedhofs hat die Stadt Bonn Bäume gepflanzt, die besonders gut an den Klimawandel angepasst sind.
- Auch der Park der LVR-Klinik ist ein öffentlich zugängliches Kleinod. Neben großflächigen Wiesen führt der Weg zwischen der Graurheindorfer Straße und dem Kaiser-Karl-Ring an zahlreichen Bäumen vorbei und am Rheindorfer Bach entlang.
Stadtbezirk Bad Godesberg

- Der Burgfriedhof in Bad Godesberg wurde nach 1805 auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg der Godesburg nahe der Michaelskapelle errichtet. Mit seinen zum Teil monumentalen Grabstätten und seinem Baumbestand stellt er eine Art Pendant zum Alten Friedhof in Bonn dar und ist gerade an heißen Tagen einen Besuch wert.
- Der Leserpark in Plittersdorf erstreckt sich auf einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern entlang des Rheins zwischen dem Von-Sandt-Ufer und der Bebauung Am Büchel. Er ist mit verschiedenen 60- bis 100-jährigen Laubbäumen bestanden. Der Park ist nicht öffentlich, aber es gibt zwei Wegerechte. Durch eine massive Pforte am Rheinufer gelangt man vom Von-Sandt-Ufer zur Straße Am Büchel.
- Auch im Panoramapark Rüngsdorf lässt sich Hitze gut aushalten. Der Park liegt erhöht über dem Rhein. Zwischen Baum- und Strauchgruppen, Rasen- und Wiesenflächen ist es kühler als auf aufgeheizten Wegen.
Stadtbezirk Beuel

- Wer bei heißen Temperaturen einen kühlen Platz sucht, findet ihn in Beuel am lang gezogenen Beueler Rheinufer und auch im Süden in der Beueler Rheinaue. Für Kinder gibt es dort einen großen Spielplatz am Räuberschiff (ehemals: Haribo-Schiff).
- Das Areal rund um die Doppelkirche in Schwarzrheindorf bietet unter altem Baumbestand manch schattiges Plätzchen an Sommertagen, ebenso das altehrwürdige Kirchengebäude selbst.
Stadtbezirk Hardtberg
- In Duisdorf bietet das Derletal verschiedene Orte zum Verweilen, darunter der Heilsbach, drei künstlich angelegte Teiche und viele Bäume. Der Taleinschnitt liegt zwischen zwei Hochflächen, dem Hardtbergwald und dem Bereich von Brüser Berg und Hardthöhe.
Rhein-Sieg-Kreis
Im Siebengebirge

- Das Siebengebirge bietet ungezählte baumbestandene Wege und schattige Plätze zum Verweilen. Die Höhenlagen sind im Sommer zum Teil deutlich kühler als das Rheintal. Dies gilt auch für das Areal rund um das frühere Kloster Heisterbach oberhalb von Oberdollendorf. Schon im Jahr 1193 zogen Mönche ins heutige Heisterbachtal und begannen am Fuße des Weilbergs mit dem Bau des Klosters. Dessen Gründung hatte Auswirkungen auf die nachfolgende landschaftliche Entwicklung im Heisterbacher Tal bis hin zur Anlage von Fischteichen, Wassermühlen sowie der Förderung des Weinbaus.
- Merkliche Abkühlung ist an heißen Sommerzagen auch im Bad Honnefer Annatal zu finden. Zahlreiche schattenspendende Bäume und der Annabach schaffen hier meist angenehme Temperaturen.
- Ein Aufenthalt auf der Rheininsel Grafenwerth in Bad Honnef bietet neben zahlreichen schattenspendenden Bäumen auch ein Freibad.
- Das Nachtigallental zählt zu den romantischsten Routen der Region und führt von der Altstadt in Königswinter ins Siebengebirge und in Richtung Drachenfels. Zur Belebung des Fremdenverkehrs wurde der durch das Tal führende Weg einst auf Initiative des damaligen Bürgermeisters August Mirbach und mit den Spenden Königswinterer Bürger zu einer als „schattig und romantisch“ beschriebenen Promenade ausgebaut. In den 1860-er Jahren wurde es vom damals gegründeten Verschönerungsverein umgestaltet, wobei Waldwege angelegt und künstliche Steinstufen errichtet wurden. Weiterhin erhielt das ehemalige „Mennessiefen“ seinen heutigen Namen „Nachtigallental“.
Linksrheinisches Kreisgebiet
- Die "Karte der kühlen Orte" der Stadt Bornheim nennt kühle Rückzugsorte aber auch Orte, an denen man kostenlos Trinkwasser erhalten kann. Die Karte wird fortgeschrieben (siehe dazu: bornheim.de/abkuehlen).
- Aich in Rheinbach hat die Stadtverwaltung die Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, an der Erstellung einer Karte mit kühlen Orten mitzuwirken und die „Insidertipps“ auf einer interaktiven Karte einzutragen. Bislang wurden hier etwa die Swistbachaue oder die Stephanuskapelle am Schlegelweg genannt.
Rechtsrheinisches Kreisgebiet

- Die Stadt Sankt Augustin will kühle Innenräume wie Kirchen, Vereinsheime oder Bürgerhäuser auflisten, die bei Hitze für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Zu den klimatisierten Räumen der Stadt gehört auch das Einkaufszentrum Huma.
- Allein im Jahr 2024 hat die Stadt Siegburg 189 neue Bäume gepflanzt, viele davon auf Spielplätzen und entlang von Radwegen. Begrünte Bushaltestellen und der Einsatz hochwachsender Wiesenflächen ergänzen das städtische Hitzeschutzkonzept. Regelmäßig ist es zudem an der Sieg und auf dem Michaelsberg deutlich kühler als in der Innenstadt. Die Aufstiege über die Bergstraße oder über den Felsengarten bieten zudem herrliche Ausblicke und den Zugang zur renovierten Abteikirche St. Michael und entschädigen mit einem weiten Blick über die Region bis hin zum Siebengebirge.
- In Troisdorf bietet im Sommer die Sankt-Hippolytus-Kirche ihren Besucherinnen und Besuchern einen kühlen Raum. Kühle Orte gibt es außerdem in der Stadtbibliothek oder in der Burg Wissem. Abkühlung gibt es auch am Rotter See oder im Park beim Haus Broich.