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Burgfriedhof

Aus Bonn.wiki
Burgfriedhof. Foto: Hans-Dieter Weber.
Auf dem Burgfriedhof in Godesberg. - Foto: Hans-Dieter Weber.

Der Godesberger Burgfriedhof wurde nach 1805 auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg der Godesburg nahe der Michaelskapelle errichtet.

Mit seinen zum Teil monumentalen Grabstätten von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten der Godesberger Geschichte stellt er eine Art Pendant zum Alten Friedhof in Bonn dar – und ist jederzeit einen Besuch wert. Besonders sehenswert sind hier etwa die Grabstätte „Mutter Erde“ oder das Mausoleum Guier. Das Monumentalgrab aus Sandstein mit dem Jugendstil-Werk „Mutter Erde“ gehört zu den bedeutendsten Grabmälern im Rheinland.

Der Burgfriedhof liegt am Westhang des Bergs der Godesburg, entlang der Straßen Am Burgfriedhof und Auf dem Godesberg. Im 19. Jahrhundert wurde der Friedhof angelegt, zu einem schon bestehendem jüdischen Friedhof. 1910 wurde die Grabstätte das letzte Mal erweitert.

Mutter Erde

Der österreichische Bildhauer Adolf Simatschek (1874-1919) schuf im Jahr 1912 das Grabmonument Erde für die Familien Dernen und Wittgenstein auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg, eine Figurengruppe aus Sandstein, etwa 7 m breit und 5 m hoch. Das Jugendstil-Werk gehört zu den bedeutendsten Grabmälern im Rheinland und ist neben der barocken Michaelkapelle und dem orientalische anmutenden Mausoleum Guier ein weiterer Höhepunkt des Burgfriedhofs. Die Inschrift lautet: „Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden“ (1. Mose 3, 19). Im Zentrum erhebt sich eine Frauengestalt (Mutter Erde) mit halbplastischen Sterbenden-Figuren unter ihrem Mantel. Auftraggeber war der Godesberger Kaufmann Hermann Dernen, der Anfang des 20. Jahrhunderts Eigentümer des Turmhofs in Plittersdorf war und nach seinem Tod in 1915 auf dem Burgfriedhof begraben wurde.

Literatur

siehe auch

Virtuelle Rundgänge