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Sankt Augustin

Aus Bonn.wiki
Einkaufszentrum HUMA in Sankt Augustin

Sankt Augustin ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis mit rund 59.000 Einwohnern. Sie grenzt an den Bonner Stadtbezirk Beuel.

Sankt Augustin besteht aus acht Stadtbezirken:
Birlinghoven, Buisdorf, Hangelar (mit Niederberg), Meindorf, Menden, Mülldorf, Niederpleis (mit Schmerbroich) und Sankt Augustin-Ort.

Informationen zu allen Stadtteilen sind im Stadtportrait auf der Homepage der Stadt zu finden.

Im Stadtteil Hangelar befindet sich, etwa sechs Kilometer nordöstlich von Bonn, mit dem Flugplatz Hangelar ein Verkehrslandeplatz.

Die Hochschule Bonn/Rhein-Sieg in der Stadt wurde als Fachhochschule zum 1. Januar 1995 errichtet.

Hochschule Bonn/Rhein-Sieg in Sankt Augustin

Mitten im Stadtgebiet ist ein Verwaltungs-, Kultur-, Sport-, Bildungs- und Geschäftszentrum entstanden. Der Masterplan Urbane Mitte beschreibt die strukturierte Weiterentwicklung des Bereichs zu einer echten Stadtmitte. Er umfasst den rund 31 Hektar großen Bereich zwischen der Südstraße im Norden, der Bonner Straße im Osten, der Arnold-Janssen-Straße im Süden sowie der Hochschule Rhein-Sieg und dem Rhein-Sieg-Gymnasium im Westen.

Die gesamte Stadtentwicklung orientiert sich am Leitbild WissensStadt PLUS. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts 2025 wurde der Schwerpunkt auf Bildung und Wissenschaft gelegt. In 2025 fasste der Stadtrat den Beschluss, das Sankt Augustin eine Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) bekommt. Eine ihrer ersten Aufgaben wird die Vermarktung der Grundstücke sein, die sich im Herzen der Stadt zwischen Huma, Technischem Rathaus und Hochschule befinden, nachdem die Grundstücke auf die SEG übertragen worden sind.

Geschichte

Grundmauern der Alten Mendener Kirche

Menden ist zusammen mit Niederpleis der älteste Teil der Stadt St. Augustin. Im Jahr 1218 wurde ein Ritter Heinrich von Niederpleis urkundlich erwähnt, die Siedlungsgeschichte des Orts reicht aber deutlich weiter zurück. Eine erste karolingische Saalkirche entstand vermutlich schon im 9. Jahrhundert am Ort.

Im Jahr 1070 wurde Menden erstmals urkundlich erwähnt, während das Rittergeschlecht von Menden ebenfalls deutlich älter ist. Der Ort Menden, in einer Siegschleife gelegen, entstand bereits zur Zeit der fränkischen Landnahme im 5. und 6. Jahrhundert, wobei sich zwei Siedlungskerne in Nieder- und Obermenden entwickelten. Bei der Gründung der Abtei Siegburg übertrug Erzbischof Anno II. in 1064 auch ein Drittel der Augustinuskirche zu Menden auf das damalige Kloster. Um das Jahr 1100 wurde in Menden eine Burg errichtet, die 1802 bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Wenig später entstand an vermutlich gleicher Stelle das heutige Herrenhaus in Menden (Kirchstraße 24), eine zweigeschossige Anlage mit Seitenflügel. Die heutige Kirche ersetzte die „Alte Kirche“ von Menden, eine romanische Kirche, die 1896 niedergelegt wurde und deren Grundmauern nördlich der heutigen Kirche zu sehen sind. Bei archäologischen Ausgrabungen in den Jahren 1986/87 wurde festgestellt, dass der Kirchenhügel künstlich angelegt wurde, vermutlich um eine hölzerne Vorgängerkirche aus dem 7. Jahrhundert vor Hochwasser zu schützen. Um das Jahr 1200 wurde auf dem Hügel eine Steinkirche aus Wolsdorfer Brocken im romanischen Stil erbaut. Sie wurde mehrfach umgebaut und war von einem Friedhof umgeben.

Sonnenuhr am Schloss Birlinghoven

Auch Birlinghoven und Mülldorf blicken auf eine besonders lange Geschichte zurück. Bereits um das 7. Jahrhundert herum entstand der Ort Birlinghoven kurz vor der Einmündung des Lauterbachs in den Pleisbach. Am Rande des Dorfs entstand eine kleine Burg, die vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts zur Zeit der französischen Besatzung fast vollständig zerstört wurde. Aus den Überresten ließ der Kölner Kaufmann Theodor Damian Rautenstrauch ein Wasserschlösschen bauen.

Bereits um das Jahr 600 ist der Ort Mülldorf als Weilersiedlung entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1071 unter der Bezeichnung "Mulendorp", 1121 wird dann auch eine Wassermühle am linken Ufer der Sieg genannt. Der Ortsname leitet sich von der Wassermühle ab, die von Mönchen der Abtei Siegburg errichtet worden war.

Im Ortsteil Hangelar, erstmals im Jahr 1314 urkundlich erwähnt, hielten auf der großflächigen Hangelarer Heide ab dem 19. Jahrhundert Bonner Soldaten ihre Manöver ab. Und seit 1909 wurden dort Flugversuche unternommen, wo sich heute der Flugplatz Hangelar und der Standort der Bundespolizei befinden. Alles fing damit an, dass auf einer Heidefläche ein Exerzierplatz angelegt wurde, auf dem Soldaten gedrillt wurden. 1909 hatte ein gewisser Fritz Pullig vom Bonner Infanterieregiment ein Gleitflugzeug gebastelt, mit dem er sich in Hangelar sagenhafte 40 Sekunden in die Luft hielt. Zwei Jahre später veranstaltete ein 18-Jähriger namens Bruno Werntgen mit einem Schaufliegen den ersten Hangelarer Flugtag. 1912 unterstützte das Militär, das die Bedeutung der Fliegerei schnell erkannt hatte, die Gründung der ersten Fliegerschule in Hangelar.

Stadtstele auf der Marktplatte in Sankt Augustin

Ihren Namen verdankt die heutige Stadt Sankt Augustin den hier niedergelassenen Steyler Missionaren, die im Jahr 1913 das “Kloster Sankt Augustin” errichteten. Das erste Siedlungshaus entstand allerdings schon im Jahr 1893 als die Familie Henroset das erste Haus am Ort baute, die später auch die Gaststätte „Neue Heide“ gründete.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung dann aufgrund der unmittelbaren Nähe zur provisorischen Bundeshauptstadt Bonn stark an.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung entstand Sankt Augustin im Jahr 1969 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Menden, Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Mülldorf, Niederpleis und Birlinghoven sowie der Siedlung “Sankt Augustin” (Ort). Im Jahr 1977 erhielt die Gemeinde Stadtrechte.

  • Eine Liste der Baudenkmäler in Sankt Augustin findet sich auf de.wikipedia.org.

Die Einwohnerzahlen stiegen in der noch jungen Bundesrepublik im Umfeld der Hauptstadt Bonn stark an, von 13.000 im Jahr 1950 über 31.500 im Jahr 1969 und 48.500 im Jahr 1980 bis heute auf über 59.000.

Interessantes und Sehenswertes

Rathaus der Stadt Sankt Augustin
Restaurant Glocke in Sankt Augustin - Hangelar
Blick zur Niederlassung der Steyler-Missionare in Sankt Augustin
Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin

Bürgermeister und Stadtrat

Essen und Trinken

Kirchen

Schulen und Bildungseinrichtugen

Streiflichter und Einblicke

Blick zum "Kaiserbau", Mittelstr. 110/112 in St. Augustin-Menden
Skulptur "Induktion" an der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg
Fraunhofer Institut in Sankt Augustin
Wohnbebauung in Hangelar-Mitte
Grünes C - Station Hangelarer Heide

Veranstaltungen

  • Stadt Sankt Augustin: sankt-augustin.de/veranstaltungsuebersicht
  • Sankt Augustin live: Die Veranstaltungsreihe Sankt Augustin live startete am 15. Mai 2024 mit Livemusik der Band „Jack is back“ auf dem auf dem Karl-Gatzweiler-Platz.
Programm 2026: sanktaugustinlive.de.

Wohnen in Sankt Augustin

Zu Fuß und mit dem Rad

Literatur

  • Barbara und Hans Otzen, 118 Ausflugsziele - Bonn-Rhein-Sieg-Kreis, Bonn 2023, S. 154 ff.
  • Karl-Heinz Zuber, Rhein-Sieg-Kreis, Erfurt 2021, S. 86 ff.

Vereine in Sankt Augustin

In Sankt Augustin gibt es eine Vielzahl von Verbänden und Vereinen, die in der Stadt aktiv sind.

Die Stadt Sankt Augustin informiert zum Bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt in der Stadt und unterhält die Engagementbörse der Stadt Sankt Augustin.

siehe dazu auch:

Augustinus am Skulpturenweg in Sankt Augustin
Christusstatue in Sankt Augustin
Blick zum Flugfeld in Hangelar und zum Flugplatztower

Kultur.Landschaft.Digital.:

Zeitungsartikel: