Tomburg

Die Ruine der Tomburg befindet sich auf dem rund 310 Meter hohen Tomberg nahe des Rheinbacher Ortsteils Wormersdorf. Die ehemalige Burg entstand um das Jahr 900, wurde in späteren Jahrhunderten stark ausgebaut, vielfältig genutzt und 1473 zerstört. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es Bemühungen, die restliche Ruine zu erhalten, die im 19. Jahrhundert noch nicht dem Abbau von Basalt zum Opfer gefallen war.
Um die Ruine ragen sich Legenden, von Geheimgängen bis zu einem Schatz in Form einer goldenen Wiege.
Geschichte
Von der Tomburg ist die heutige Burgruine nahe des Ortsteils Wormersdorf und oberhalb des Swistbach-Tals erhalten geblieben. Sie diente seit dem 10. Jahrhundert als Amtsburg des Pfalzgrafen Hermann und befindet sich auf dem Basaltkegel des Tombergs. Vor dem Pfalzgrafen hatten schon die Römer und die Kelten sowie die Franken die Lage des Tombergs genutzt.
Seit dem 11. Jahrhundert war sie südlichster Vorposten des Erzstifts Köln auf der linken Rheinseite, ab dem 12. Jahrhundert gehörte die Burg zur Herrschaft nachfolgender Grafengeschlechter in diesem Gebiet.
Nach wechselvoller Geschichte wurde die Burg um 1230 wehrhaft ausgebaut, verlor aber ab dem 14. Jahrhundert ihre militärische Bedeutung. Die letzten Bewohner der Tomburg waren Raubritter. Nach ihrer fast vollständigen Zerstörung am 7. September 1473 durch Jülicher Truppen wurde die Burg nicht wieder aufgebaut.
Bis in die Neuzeit dienten Ruine und Burgberg als Basaltsteinbruch. Nur noch Mauerreste finden sich östlich des Bergfrieds und weisen auf einen ehemaligen Innenhof, ein ehemaliges Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden und die Überreste des Burgbrunnens hin, der einst 46 m tief war.
Im westlich angrenzenden Rheinbacher Stadtwald finden sich eine Reihe von Bodendenkmälern, etwa Relikte eisenzeitlicher Hügelgräber oder des Erzbergbaus, von Ortswüstungen und Wölbäckern (gewölbten Ackerbeeten) sowie die Waldkapelle mit Ursprüngen im 17. Jahrhundert.
Tomburg-Runde

Die Tomburg ist über die Tomberger Straße im Rheinbacher Ortsteil Wormersdorf zu erreichen.
Rund um die Burgruine Tomburg verläuft der rund 10 km lange Rundweg Tomberg-Runde durch die artenreichen Wälder der Naturschutzgebiete „Rheinbacher Wald“ und „Tomberg“. Als Start bietet sich z.B. der Parkplatz an der Tomburg an.
Vom Parkplatz unterhalb des bewaldeten Bergkegels zeigt ein Wegweiser des Eifelvereins zur Burgruine („Tomburg 400 m“). Beim Aufstieg zur Ruine hat man einen großartigen Blick bis zum Kottenforst und über das Drachenfelser Ländchen bis zum fernen Siebengebirgspanorama.
siehe auch

Weblinks und Quellen
- Die Geschichte der Tomburg - www.rheinbach.de
- Tomburg - Rheinbacher Stadtwald (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 263). In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252224 (Abgerufen: 7. Juli 2023)
- Wikipedia-Eintrag