(eine Auswahl, die gerne ergänzt werden darf !)

Brunnen an St. Peter in Vilich
Trinkbrunnen auf dem Bad Godesberger Theaterplatz

Gerade zum Hitzeaktionstag am 11. Juni wird bundesweit auf die gesundheitlichen Risiken extremer Temperaturen aufmerksam gemacht und es werden praktische Tipps gegeben, damit umzugehen.

Die nachfolgende Aufstellung „kühler Orte“ berücksichtigt in erster Linie nicht-kommerzielle Angebote in der Region. Nicht aufgelistet sind an dieser Stelle auch die Vielzahl an kühlen Kirchenräumen, die im Sommer für einen Besuch offen stehen (vgl. dazu: Kirchen in der Region).

Gleich zu Beginn erfolgt aber der Hinweis auf schon bestehende Online-Karten in verschiedenen Kommunen der Region, wo schattige und kühle Rückzugsorte mit wenigen Klicks eintragen werden können, von denen dann alle an heißen Tagen profitieren. Oft sind die Karten verbunden mit praktischen Verhaltenstipps, wie etwa unter bonn.de/…hitze, wo auch die Trinkwasser-Spender in der Stadt aufgelistet werden.

siehe dazu: Trinkbrunnen in Bonn

Und ein weiterer Hinweis vorweg:
Auch Brunnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas. Durch die Verdunstung des Wassers entsteht eine natürliche Kühlwirkung, die vor allem an heißen Sommertagen die Umgebungstemperatur absenken kann und den Menschen die Möglichkeit zur Abkühlung bietet. Im Sommer 2026 sind allein in Bonn mehr als 70 Brunnen und Wasserspiele in Betrieb. So wie etwa in Vilich, wo ein schön gestalteter Brunnen an der Stiftskirche St. Peter steht.

Kühle Orte in Bonn

Stadtbezirk Bonn

 
In der Bonner Rheinaue. - Foto: Hans-Dieter Weber.
 
Bonner Münster - Kreuzgang. - Foto: Hans-Dieter Weber.
  • Direkt an erster Stelle ist der Freizeitpark Rheinaue zu nennen, Bonns „Central Park“ und ursprünglich eine Rhein-Aue zwischen Bonn und Bad Godesberg. Der mittlerweile von den Bonnern, aber auch von Bonn-Gästen ins Herz geschlossene Park mit vielen Hügeln und Seen bietet zahlreiche Gelegenheiten zur Abkühlung an heißen Tagen. Er verdankt seine Entstehung der Weitsicht damaliger Kommunalbeamter und –politiker, die das Areal als Grünfläche für kommende Generationen retten konnten.
  • Der romanische Kreuzgang des Bonner Münsters spendet nicht nur Schatten sondern auch Ruhe inmitten der Innenstadt. Den benachbarten Pfarrgarten hat die Kirche zudem nach historischem Vorbild umgestalten lassen, er ist seitdem mit Kräutern und Blumen bepflanzt.
  • Bäume und ein Wasserspiel stehen am Museumsplatz zwischen Kunstmuseum und Bundeskunsthalle und sorgen für Abkühlung. Und Parkbänke stehen im Schatten der Bäume und auch im Schatten der Hecke zur Emil-Nolde-Straße hin.
  • Parkbänke stehen auch im Schatten des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses und der kleine Park bildet hier eine regelrechte Oase zwischen Südstadt und Rhein.
  • Auch das bereits in Teilen neugestaltete Bonner Rheinufer bietet mit Wasserspielen und Sitzgelegenheiten zunehmend Angebote zum Verweilen und Flanieren.
  • Der Botanische Garten macht etwa unter den Ästen des alten Mammutbaums am Weiher Hitzetage erträglicher. Und auf schattigen Wegen ist die Luft deutlich kühler als nebenan in der Stadt.
  • Auf dem Nordfriedhof verhelfen die Bäume zu schattigen Wegen wie in einem großen Park. Im hinteren Teil des Friedhofs hat die Stadt Bonn Bäume gepflanzt, die besonders gut an den Klimawandel angepasst sind.
  • Auch der Park der LVR-Klinik ist ein öffentlich zugängliches Kleinod. Neben großflächigen Wiesen führt der Weg zwischen der Graurheindorfer Straße und dem Kaiser-Karl-Ring an zahlreichen Bäumen vorbei und am Rheindorfer Bach entlang.

Stadtbezirk Bad Godesberg

 
Panoramapark in Rüngsdorf
  • Der Burgfriedhof in Bad Godesberg wurde nach 1805 auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg der Godesburg nahe der Michaelskapelle errichtet. Mit seinen zum Teil monumentalen Grabstätten und seinem Baumbestand stellt er eine Art Pendant zum Alten Friedhof in Bonn dar und ist gerade an heißen Tagen einen Besuch wert.
  • Der Leserpark in Plittersdorf erstreckt sich auf einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern entlang des Rheins zwischen dem Von-Sandt-Ufer und der Bebauung Am Büchel. Er ist mit verschiedenen 60- bis 100-jährigen Laubbäumen bestanden. Der Park ist nicht öffentlich, aber es gibt zwei Wegerechte. Durch eine massive Pforte am Rheinufer gelangt man vom Von-Sandt-Ufer zur Straße Am Büchel.
  • Auch im Panoramapark Rüngsdorf lässt sich Hitze gut aushalten. Der Park liegt erhöht über dem Rhein. Zwischen Baum- und Strauchgruppen, Rasen- und Wiesenflächen ist es kühler als auf aufgeheizten Wegen.
  • Ebenfalls Abkühlung in Rheinnähe gibt es im Park Carstanjen. Die an das Haus Carstanjen angrenzende Parkfläche gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und ist frei zugänglich.

Stadtbezirk Beuel

 
Doppelkirche in Schwarzrheindorf
  • Wer bei heißen Temperaturen einen kühlen Platz sucht, findet ihn in Beuel am lang gezogenen Beueler Rheinufer und auch im Süden in der Beueler Rheinaue. Für Kinder gibt es dort einen großen Spielplatz am Räuberschiff (ehemals: Haribo-Schiff).
  • Das Areal rund um die Doppelkirche in Schwarzrheindorf bietet unter altem Baumbestand manch schattiges Plätzchen an Sommertagen, ebenso das altehrwürdige Kirchengebäude selbst.

Stadtbezirk Hardtberg

  • In Duisdorf bietet das Derletal verschiedene Orte zum Verweilen, darunter der Heilsbach, drei künstlich angelegte Teiche und viele Bäume. Der Taleinschnitt liegt zwischen zwei Hochflächen, dem Hardtbergwald und dem Bereich von Brüser Berg und Hardthöhe.
  • Auch der Hardtbergwald (Nähe Helios-Klinik) bietet schattige Waldwege, zum Verweilen und für ausgiebige Spaziergänge.

Kühle Orte im Rhein-Sieg-Kreis

Im Siebengebirge

 
Nachtigallental im Siebengebirge
  • Das Siebengebirge bietet ungezählte baumbestandene Wege und schattige Plätze zum Verweilen. Die Höhenlagen sind im Sommer zum Teil deutlich kühler als das Rheintal. Dies gilt auch für das Areal rund um das frühere Kloster Heisterbach oberhalb von Oberdollendorf. Schon im Jahr 1193 zogen Mönche ins heutige Heisterbachtal und begannen am Fuße des Weilbergs mit dem Bau des Klosters. Dessen Gründung hatte Auswirkungen auf die nachfolgende landschaftliche Entwicklung im Heisterbacher Tal bis hin zur Anlage von Fischteichen, Wassermühlen sowie der Förderung des Weinbaus.
  • Merkliche Abkühlung ist an heißen Sommertagen auch im Bad Honnefer Annatal zu finden. Zahlreiche schattenspendende Bäume und der Annabach schaffen hier meist angenehme Temperaturen.
  • Ein Aufenthalt auf der Rheininsel Grafenwerth in Bad Honnef bietet neben zahlreichen schattenspendenden Bäumen auch ein Freibad.
  • Das Nachtigallental zählt zu den romantischsten Routen der Region und führt von der Altstadt in Königswinter ins Siebengebirge und in Richtung Drachenfels. Zur Belebung des Fremdenverkehrs wurde der durch das Tal führende Weg einst auf Initiative des damaligen Bürgermeisters August Mirbach und mit den Spenden Königswinterer Bürger zu einer als „schattig und romantisch“ beschriebenen Promenade ausgebaut. In den 1860-er Jahren wurde es vom damals gegründeten Verschönerungsverein umgestaltet, wobei Waldwege angelegt und künstliche Steinstufen errichtet wurden. Weiterhin erhielt das ehemalige „Mennessiefen“ seinen heutigen Namen „Nachtigallental“.

Linksrheinisches Kreisgebiet

 
Springbrunnen im Roisdorfer Brunnenpark
 
Schloss Miel - Ansicht vom Golfplatz
  • In der Gemeinde Alfter gibt eine Online-Karte, die kühle Orte anzeigt. Schattige, luftige und besonders kühle Plätzchen können es mit wenigen Klicks eintragen werden, von denen alle an heißen Tagen profitieren können (siehe dazu: beteiligung.nrw.de/alfter).
  • Die "Karte der kühlen Orte" der Stadt Bornheim nennt ebenfalls kühle Rückzugsorte aber auch Orte, wo kostenlos Trinkwasser erhältlich ist (siehe dazu: bornheim.de/abkuehlen).
  • Lohnend ist im Ortsteil Roisdorf ein Besuch im Roisdorfer Brunnenpark, der unmittelbar an einem Fahrradweg liegt. Nach historischem Vorbild entstand an der Brunnenallee ein kleiner Park mit einem Weiher und einem Pavillon.
  • Durch die Swistaue (auch: Swistbachaue), das grüne Herz Meckenheims, fließt die Swist. Die Auewiesen erstrecken sich auf einer Länge von insgesamt 2,5 Kilometer neben dem mäandrierenden Bach. Die eigentliche Parkanlage beginnt hinter der Adendorfer Straße und erstreckt sich auf etwa 70.000 Quadratmetern und etwa 700 Metern Länge bis zur Merler Straße.
  • Durch Meckenheimer Gebiet fließt die Swist in einem natürlichen Bachbett, das von einem breiten Grüngürtel mit ökologisch wertvollen Flächen flankiert wird und nicht nur Erholungswert für Menschen sondern auch Lebensraum für manche heimischen Tiere bietet.
  • Auch in Rheinbach hat die Stadtverwaltung die Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, an der Erstellung einer Karte mit kühlen Orten mitzuwirken und die „Insidertipps“ auf einer interaktiven Karte einzutragen (vgl. dazu auch: rheinbach.de/hitzeknigge). Bislang wurden hier etwa die Swistbachaue oder die Stephanuskapelle am Schlegelweg genannt.
  • In Rheinbach bietet auch das Areal rund um die Waldkapelle an der Landstraße L 492 zwischen Rheinbach und dem Ortsteil Todenfeld manch schattigen Ort. Das Waldstück mit der Wallfahrtsstätte ist etwa 1 km südlich von der Stadtgrenze entfernt.
  • Weiterhin ist die Tomburg im Rheinbacher Ortsteil Wormersdorf zu nennen. Und rund um die Burgruine verläuft der rund 10 km lange Rundweg Tomberg-Runde durch die artenreichen Wälder der Naturschutzgebiete „Rheinbacher Wald“ und „Tomberg“.
  • In Swisttal bieten - unter vielem anderen - der Park und die umliegenden Wälder von Burg Heimerzheim weitläufige Schattenplätze, ebenso der Park von Schloss Miel oder die Wasserburgen-Route. Sie begleitet größtenteils die Swist und startet an der Burg Kriegshoven, einer Wasserburg im Norden von Swisttal - Heimerzheim.

Rechtsrheinisches Kreisgebiet

 
Blick zum Michaelsberg
 
Kurpark an der Sieg in Herchen
  • Die Stadt Sankt Augustin will kühle Innenräume wie Kirchen, Vereinsheime oder Bürgerhäuser auflisten, die bei Hitze für die Öffentlichkeit zugänglich sind (vgl. dazu: sankt-augustin.de/tipps-fuer-heisse-tage). Zu den klimatisierten Räumen der Stadt gehört auch das Einkaufszentrum Huma. Zu nennen sind besonders die schattigen Grünanlagen (wie etwa der Pleiser Park) oder die Wasserläufe von Sieg und Pleisbach.
  • Allein im Jahr 2024 hat die Stadt Siegburg 189 neue Bäume gepflanzt, viele davon auf Spielplätzen und entlang von Radwegen. Begrünte Bushaltestellen und der Einsatz hochwachsender Wiesenflächen ergänzen das städtische Hitzeschutzkonzept. Regelmäßig ist es zudem an der Sieg und auf dem Michaelsberg deutlich kühler als in der Innenstadt. Die Aufstiege zur ehemaligen Abtei über die Bergstraße oder über den Felsengarten bieten zudem herrliche Ausblicke und den Zugang zur renovierten Abteikirche St. Michael und entschädigen mit einem weiten Blick über die Region bis hin zum Siebengebirge. Eine Aufwertung hat in Siegburg der Bereich des Mühlengrabenufers am Kreishaus erfahren. Hier reicht inzwischen eine helle Terrassenanlage bis an den Mühlengraben heran und der Bereich am Wasser soll an heißen Tagen Abkühlung verschaffen und zum Verweilen einladen.
  • In Troisdorf bietet im Sommer etwa die Sankt-Hippolytus-Kirche ihren Besucherinnen und Besuchern einen kühlen Raum. Kühle Orte gibt es außerdem in der Stadtbibliothek oder in der Burg Wissem. Abkühlung gibt es auch am Rotter See oder in den Parks beim Haus Broich oder beim Haus Rott.
  • Auch die Siegaue bietet an heißen Tagen zahlreiche schattige Orte. Sie liegt zwischen Bonn, Sankt Augustin und Troisdorf und ist seit 1985 ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Und wo die Sieg nach 155 km Verlauf in den Rhein fließt, liegen im schattigen Mondorfer Hafen kleine und größere Schiffe.
  • Kühle Orte in Windeck gibt es an der neu gestalteten Dattenfelder Promenade oder im Siegtaldom. Sie sind auch beim Besucherzentrum der Naturregion Sieg in Windeck-Schladern am Siegwasserfall zu finden oder gleich nebenan beim Bürger- und Kulturzentrum „kabelmetal“. Im Ortsteil Herchen sind besonders der Kurpark mit altem Baumbestand oder der benachbarte Bereich der Siegpromenade zu nennen.