Remagen

Die Stadt Remagen mit rund 17.600 Einwohnerinnen und Einwohnern ist eine der acht Hauptkommunen des Kreises Ahrweiler.
Die Stadt grenzt im Norden an den Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg. Mehlem ist Bonns südlichster Stadtteil im Stadtbezirk Bad Godesberg, wo die Stadtgrenze gleichzeitig auch die Grenze zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz markiert.
Im Zuge der der Kommunalreform im Jahr 1969 schlossen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Kripp, Oberwinter (mit Bandorf, Oberwinter, Rolandseck), Oedingen, Remagen, Rolandswerth und Unkelbach zur Stadt Remagen zusammen.
Remagen ist Standort des RheinAhrCampus, einer von drei Standorten der Hochschule Koblenz.
Mit Bad Honnef im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ist Remagen-Rolandseck über die Rheinfähre Rolandseck-Bad Honnef verbunden.
Weitere Rheinfähren verbinden Remagen mit Erpel, einer Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied auf der gegenüber liegenden Rheinseite (Personenfähre) und den Ortsteil Kripp mit dem Städtchen Linz.
Geschichte

Remagen blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Zahlreiche Funde aus der ehemaligen römischen Kaserne, dem römisches Kastell Rigomagus, der Siedlung vor den Toren und den Gräberfeldern sind im Römischen Museum Remagen zu besichtigen.
Der Bahnhof Rolandseck wurde 1856-1858 in unmittelbarer Nähe zum Rhein erbaut. Nach Umwandlung in einen „Künstlerbahnhof“ in den 1960-er Jahren ist der Bahnhof heute als Empfangsgebäude des Arp-Museums öffentlich zugänglich und bietet einen faszinierenden Ausblick auf die Rheinlandschaft. Auf vier Ausstellungsebenen präsentiert das Arp Museum Bahnhof Rolandseck einzigartige Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Bekannt wurde Remagen auch durch die am 7. März 1945 von der US-Army eingenommene Ludendorff-Brücke, auch: Brücke von Remagen. Sie erinnert an einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung ermöglichte sie den US-Truppen einen schnellen Vorstoß und beschleunigte den Vormarsch der Alliierten. Am 17. März 1945 stürzte die schwer beschädigte Brücke schließlich ein. Nach Kriegsende wurde sie nicht wieder aufgebaut. Heute erinnern nur noch die erhaltenen Pfeiler und Türme als Mahnmal an die historischen Ereignisse. Im Jahr 1980 wurde in Remagen das Friedensmuseum eröffnet.
Im Rahmen der Kommunalreform 1969 in Rheinland-Pfalz schlossen sich die zuvor selbstständigen Gemeinden Oberwinter, Oedingen, Remagen, Rolandswerth und Unkelbach zur neuen "Stadt Remagen" zusammen. Seither besteht Remagen aus den folgenden Ortsbezirken:
- Kripp
- Oberwinter mit dem Wohnplatz Mühlenloch und den Ortsteilen Rolandseck, Birgel, Waldheide und Bandorf (mit Wohnplatz Schmelzmühle)
- Oedingen
- Remagen (Kernstadt) mit den Wohnplätzen Auf Plattborn, Büschmarhof, Calmuth, Forsthaus Erlenbusch, Fronhof, Haus Ernich, Herresberg, Hotel Waldburg, Hubertushof, Kapellenhof, Kloster Apollinarisberg, Lützenbachhof, Oberstental, Schloß Marienfels, Unkelbrückermühle und Waldschlößchen
- Rolandswerth mit den Wohnplätzen Insel Nonnenwerth, Rodderberg, Rodderberghof und Rolandsbogen
- Unkelbach.
Kirchen
Skulpturenufer
Von Rolandswerth bis in die Stadt Remagen hinein verläuft der 14 Kilometer lange Weg am Skulpturenufer Remagen mit 14 Kunstobjekten am Rheinufer. Der Weg wurde dort anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der Stadt Remagen gemeinsam mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck errichtet. Zum Skulpturenufer gehören auch die "Geheimen Gärten Rolandswerth", die einst zum hochherrschaftlichen Park der Villa Hentzen gehörten (Ecke Parkstraße/ Weingärtenstraße zwischen Bundesstraße B 9 und Rhein.
Streiflichter und Einblicke

- Ahrtalbahn
- Arp Museum Bahnhof Rolandseck
- Bahnhof Rolandseck
- Brücke von Remagen mit Friedensmuseums
- Geheime Gärten Rolandswerth
- Hochschule Koblenz - Rhein-Ahr-Campus Remagen
- Insel Nonnenwerth im Rhein
- Rheinfähre Linz-Kripp
- Rheinfähre Remagen-Erpel (Personenfähre)
- Rheinfähre Rolandseck-Bad Honnef
- Römisches Museum Remagen
- Rolandsbogen
- Rolandseck
- Rolandswerth
- Skulpturenufer Remagen
- Tierpark Rolandseck
Weblinks und Quellen
KuLaDig:
- Jan Hansen (2014), Jürgen Haffke (2024): „Stadt Remagen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-98153-20140805-3 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Synagoge Remagen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245749 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Villen, Hotels und Weinkeller der Familie Caracciola in Remagen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-324127 (Abgerufen: 15. März 2025)
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