Oedekoven

Oedekoven (mit Nettekoven und Ramelshoven) mit rund 5.500 Einwohnerinnen und Einwohnern ist ein Ortsteil der Gemeinde Alfter im Rhein-Sieg-Kreis.
Die Oedekovener Heide bietet Möglichkeiten für Pferdesport und grenzt an den Kottenforst an. Der Alfterer Ortsteil ist heute auch von Handel und Gewerbe geprägt.
Der Ort wurde im Jahr 795 erstmals urkundlich als „Odenkoven“ erwähnt. Doe überlieferte Urkunde ist auf den 9. Juni 795 datiert. Mit diesem Dokument schenkte und übertrug ein Mann namens Gerbertus seinen Besitz im heutigen Oedekoven an die Pfarrei St. Remigius in Bonn.
Mit dem Alfterer Geschichtsweg zeigt der Förderverein Heimat- und Naturschutz Oedekoven an zehn Stationen Impressionen zur dörflichen Entwicklung des Ortsteils, der im Jahr 795 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, aber schon deutlich früher besiedelt wurde, was etwa historische Überreste aus der Römerzeit belegen. Bei archäologischen Ausgrabungen wurde vor einigen Jahren eine „villa rustica“ im heutigen Oedekoven nachgewiesen, in römischer Zeit der Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Betriebs.
Der Rundweg, der am Jungfernpfad beginnt führt unter anderem am ehemaligen Hof des Klosters Schillingscapellen und am früheren Tempelhof unterhalb der Straße Wegscheid vorbei, von dem heute noch das Herrenhaus erhalten ist. Ebenso verläuft er an der Belsmühle und oberhalb der Kapelle an der Ginggasse/ Ecke Staffelsgasse, die ihren Namen vom einstigen Stapelhof des Johanniter-Konvents in Köln erhielt, wo die Abgabenpflichtige aus der Umgebung früher ihren Pachtzins in Naturalien abliefern mussten.
Mit einer Tafel wird auch an die ehemalige Kurkölnische Bürgermeisterei an der Staffelsgasse in Oedekoven erinnert, die 1794 gegründet und neben den Ortschaften der heutigen Gemeinde Alfter auch Lessenich/Meßdorf und Buschdorf umfasste. Sie bestand auch während der napoleonischen Besatzung und während der Zugehörigkeit zu Preußen, bevor in 1934 die Bürgermeisterei Oedekoven mit Duisdorf zusammengeführt wurde und seither im Rathaus Duisdorf untergebracht war. Der Abriss des Gebäudes in Oedekoven erfolgte in den späten 1970-er Jahren.
Informationen

Zahlreiche Informationen zu Alfter und seinen Ortsteilen finden sich im Wiki-Artikel zur Gemeinde Alfter, auch zur Kapelle Sankt Mariä Vermählung Oedekoven oder zum Alma-Einkaufspark.
Die heutigen Ortsteile von Alfter sind: Alfter (mit Birrekoven und Olsdorf), Gielsdorf, Impekoven, Oedekoven (mit Nettekoven und Ramelshoven) und Witterschlick (mit Volmershoven und Heidgen).
Das Gemeindegebiet reicht von den Hängen der Ville bis in die Ebenen im Übergang zur Stadt Bonn.
- vgl. dazu: alfter.de/ortsteilportraets
- Eine Liste der Baudenkmäler in Alfter findet sich auf de.wikipedia.org.
siehe auch
- Alfterer Geschichtsweg
- AWO-Kita "Sonnenblume" (Am Rathaus 11)
- AWO-Kita "Sterntaler" (Wegscheid 23 a)
- Evangelisches Gemeindehaus Katharina von Bora Oedekoven
- Gemeinschaftsgrundschule Oedekoven
- Geschichtsweg Oedekoven
- Kapelle Sankt Mariä Vermählung Oedekoven
- Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt Oedekoven
- Ortsteile von Alfter
Weblinks und Quellen
- Informationen zum Alfterer Geschichtsweg: heimatverein-oedekoven.de/geschichtsweg
- Informationen zur Ortsgeschichte von Oedekoven: heimatverein-oedekoven.de/geschichte-des-ortes
- General-Anzeiger vom 8. Juli 2024: Was der neue Geschichts-Rundweg über Oedekoven verrät
- Rhein-Sieg-Rundschau vom 10. Juli 2024: Auf den Spuren von Alfter mit dem Geschichtsweg