Alfterer Geschichtsweg
Mit dem Alfterer Geschichtsweg zeigt der Förderverein Heimat- und Naturschutz Oedekoven an zehn Stationen Impressionen zur dörflichen Entwicklung des Ortsteils Oedekoven, der im Jahr 795 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, aber schon deutlich früher besiedelt wurde, was etwa historische Überreste aus der Römerzeit belegen. Bei archäologischen Ausgrabungen wurde vor einigen Jahren eine „villa rustica“ im heutigen Oedekoven nachgewiesen, in römischer Zeit der Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Betriebs. Der errichteten Info-Tafel zufolge wurde der Gutshof in der Zeit von 27 vor Christus bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts betrieben.

Der Oedekovener Geschichtsweg ist rund viereinhalb Kilometer lang und bietet einiges an Informationen über das Leben der Menschen in früheren Zeiten. Der Rundweg, der am Jungfernpfad beginnt führt unter anderem am ehemaligen Hof des Klosters Schillingscapellen und am früheren Tempelhof unterhalb der Straße Wegscheid vorbei, von dem heute noch das Herrenhaus erhalten ist.
Ebenso verläuft er an der Belsmühle und oberhalb der Kapelle an der Ginggasse/ Ecke Staffelsgasse, die ihren Namen vom einstigen Stapelhof des Johanniter-Konvents in Köln erhielt, wo die Abgabenpflichtige aus der Umgebung früher ihren Pachtzins in Naturalien abliefern mussten. Die Kapelle St. Mariä Vermählung war Oedekovens erstes Gotteshaus und wurde in 1756/ 1757 errichtet. Deutlich älter ist die Glocke der Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, was 1956 bei Arbeiten an der Glocke festgestellt wurde.
Mit einer Info-Tafel wird auch an die ehemalige Kurkölnische Bürgermeisterei an der Staffelsgasse in Oedekoven erinnert, die 1794 gegründet und neben den Ortschaften der heutigen Gemeinde Alfter auch Lessenich/Meßdorf und Buschdorf umfasste. Sie bestand auch während der napoleonischen Besetzung und während der Zugehörigkeit zu Preußen, bevor in 1934 die Bürgermeisterei Oedekoven mit Duisdorf zusammengeführt wurde und seither im Rathaus Duisdorf untergebracht war. Der Abriss des Gebäudes in Oedekoven erfolgte in den späten 1970-er Jahren.
Stationen
- Jungfernpfad
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/jungfernpfad
- Ehemaliger Hof des Klosters Schillingskapellen
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/hof-schillingskapellen
- Ehemaliger Tempelhof
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/tempelhof
- Ort römischer Funde
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/ort-roemischer-funde
- Ehemalige Belsmühle
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/belsmuehle
- Standort der ehemaligen Bürgermeisterei Oedekoven
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/buergermeisterei-oedekoven
- Ehemaliger Stapelhof des Johanniter Konvents Köln
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/stapelhof
- Alte Schule „Klinkerberg“ von Oedekoven und Gielsdorf
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/alte-schule-klinkerberg
- Dorfkapelle von Oedekoven
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/die-dorfkapelle-von-oedekoven
- Standort des ehemaligen Weinguts des Klosters Burbach
- Informationen auf heimatverein-oedekoven.de/haus-wrede
siehe auch
Weblinks und Quellen
- Informationen zum Geschichtsweg: heimatverein-oedekoven.de/geschichtsweg
- Informationen zur Ortsgeschichte: heimatverein-oedekoven.de/geschichte-des-ortes
- General-Anzeiger vom 8. Juli 2024: Was der neue Geschichts-Rundweg über Oedekoven verrät
- Rhein-Sieg-Rundschau vom 10. Juli 2024: Auf den Spuren von Alfter mit dem Geschichtsweg