Bad Honnef, zwischen Rhein und Siebengebirge, ist in mehrere Ortsteile und den Stadtbezirk Aegidienberg unterteilt. Der nördlich gelegene Ortsteil Rhöndorf ist vor allem durch seine Historie geprägt, der angrenzende Ortsteil Rommersdorf und Bondorf durch seine Nähe zum Siebengebirge und die erhaltenen Fachwerk-Ensembles im Ortskern. Das Zentrum der Innenstadt prägt der Marktplatz mit der Kirche Sankt Johann Baptist. Im Ortsteil Selhof liegt Schloss Hagerhof, wo die Vier Ernsten Gesänge von Johannes Brahms uraufgeführt wurden und auch Karl Simrock einst sein Domizil hatte. Der Stadtbezirk Aegidienberg wiederum liegt ländlich „auf dem Berg“.

Blick vom Drachenfelsplateau auf Bad Honnef mit Grafenwerth und die Insel Nonnenwerth im Rhein

Der Geschichtsweg Bad Honnef führt durch die Ortsteile der Stadt und macht mit Hinweistafeln auf die historische Bedeutung von Gebäuden, Straßen und Plätzen aufmerksam.

Stationen

 
Blick zum Drachenfels
 
Ein ehemaliger Aalkutter, der Aalschokker Aranka aus dem Jahr 1917, liegt bei der Bad Honnefer Rheininsel Grafenwerth für immer vor Anker und dient als nettes Fotomotiv.
 
Marienkapelle in Rhöndorf
 
Haus im Turm in Rhöndorf
 
Physikzentrum in Bad Honnef
 
Am Kurhaus Bad Honnef
 
Kirche Sankt Johann Baptist in Bad Honnef
 
Vogelbrunnen in Bad Honnef
 
Kirche Sankt Aegidius in Aegidienberg

(eine Auswahl, die gerne ergänzt werden darf!)

  • Aalschokker Aranka: das ehemalige Aalfischerboot liegt im alten Rheinarm bei der Insel Grafenwerth vor Anker.
  • Drachenfels: vom Kölner Erzbistum im 12. Jahrhundert erbaute Grenzbefestigung zur benachbarten Grafschaft Sayn und einst Sitz des Burggrafen von Drachenfels, aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal ein beliebtes Ausflugsziel.
  • Ulanendenkmal: im 1925 zu Ehren der im 1. Weltkrieg Gefallenen des Rheinischen Ulanenregiments Nr. 7 errichtet (s.a. Jungfernhardt).
  • Rhöndorf: sehenswerte Fachwerkbauten des 17. und 18. Jahrhunderts gibt es entlang der Löwenburgstraße und rund um den Ziepchesplatz.
  • An der Marienkapelle in Rhöndorf von 1714 findet sich links vom Portal das Wappen derer von Nesselrode, einst Stifter des Grundstücks.
  • Haus im Turm: ältestes Profangebäude in Bad Honnef, im Mittelalter Sitz der Ritterfamilie „von Roendorp“ und des Richters des Amtes Löwenburg. 1830 im klassizistischen Stil umgebaut. Ab 1963 im Besitz des Erzbistums Köln. Heute beherbergt es eine Gastronomie.
  • Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus: Konrad Adenauerstr. 8c
  • Waldfriedhof Rhöndorf u.a. mit Grab von Konrad Adenauer, Bundeskanzler der BRD 1949–1963.
  • Physikzentrum Bad Honnef (ehem. Hölterhoff-Stift, Hauptstr. 5), 1904 – 1909 errichtet als Heim für „höhere Töchter“ evang. Konfession und Haushaltsschule von der Elly-Hölterhoff-Böcking-Stiftung. Heute Tagungszentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
  • Burg Reitersdorf: 922 erwähnt, nach 1317 auf Betreiben des Kölner Erzbischofs geschleift. Die erhaltenen Grundmauern wurden 1981 gesichert.
  • Edelhoff-Stift Bad Honnef in der Hauptstraße: 1870 errichtet, später von dem Industriellen Edelhoff aus Remscheid erworben und als Kinderheim genutzt.
  • Feuerschlößchen Bad Honnef: Rommersdorfer Str. 78, die Villa entstand als Jugendstilbau in 1906 an Stelle eines barocken Landhauses der Freiherren von Loë und von Bongart im Auftrag von Wilhelm Girardet und wird heute vom Siebengebirgsgymnasium und der Grundschule am Ort genutzt.
  • Ortsteil Bondorf und Rommersdorf mit Fachwerkbauten an der Möschbachstraße sowie Winzerhöfen vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert, z.B. Nr. 12 „Hillenhaus“.
  • Kapelle Sankt Anna Rommersdorf: erbaut 1868–1869 mit reich geschmücktem neugotischen Schnitzaltar und Wurzelkrippe zur Weihnachtszeit.
  • Villa Schaaffhausen: burgartiger Komplex und ehemaliges Weingut, vor 1846 im Tudorstil durch den damaligen englischen Besitzer umgebaut, benannt nach Hubert Schaaffhausen, der das Gut 1846 erwarb, das im 19. Jahrhundert ein Treffpunkt vieler berühmter Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik war.
  • Kursaal Bad Honnef: Jugendstilbau aus 1907, Zentrum des ehemaligen Kurbetriebs nach der Entdeckung der Thermalquelle am Ort im Jahr 1897.
  • Libanon-Zeder in der Bernhard-Klein-Straße 16, etwa 140 Jahre alt.
  • Evangelische Erlöserkirche, 1899–1900 im neoromanischen Stil erbaut.
  • Löwendenkmal: errichtet für die im 1. Weltkrieg Gefallenen des Rheinischen Fußartillerie- Regiments Nr. 8.
  • Marktplatz Bad Honnef, mit dem Marktkreuz von 1717, dem „Hontes“ (ältestes Gemeindehaus) und dem ehemaligen Rathaus, 1895 erbaut.
  • Kirche Sankt Johann Baptist Bad Honnef: die Kirche entstand im 11. bis 13. Jahrhundert anstelle eines älteren Vorgängerbaus und verfügt über eine spätgotische Innenausstattung. Das neugotische Querschiff stammt von 1912. Neben der Kirche in der Bergstraße befindet sich das Küsterhaus, ein ehemaliges Winzerhaus aus dem 18. Jahrhundert, daneben der Torbogen des Clever Hofs, dessen Besitzer als Grundherr zusammen mit der Benediktinerabtei Siegburg Patronatsherr der Kirche war.
  • Verein zur Förderung von Kunst und Kultur: Ausstellungsraum am Rathausplatz.
  • Rathaus Bad Honnef, 1983 erbaut nach Plänen von Joachim Schürmann.
  • Haus Menzel: Eines der ältesten Steinhäuser Bad Honnefs, auch „Im steinernen Strunk“ genannt mit prächtiger Innengestaltung.
  • Fachwerkensemble an der Ecke Hauptstraße/ Kirchstraße, besonders die Häuser Nr. 74 und 76 aus Anfang 18. Jahrhunderts, ehemaliges Pfarrhaus).
  • Tierbrunnen von Ernemann Sander, Ecke Hauptstraße/ Kirchstraße.
  • Vogelbrunnen Bad Honnef von Bonifatius Stirnberg am Franz-Xaver-Trips-Platz unterhalb des Spielplatzes.
  • Kirchstraße an der Stützmauer zur Linzerstraße: Bronzetafel zum Gedenken an die während des Pogroms im November 1938 durch Brandstiftung zerstörte Synagoge Bad Honnef. Diese war 1902 anstelle einer evangelischen Kapelle auf dem heutigen Tankstellengelände errichtet worden.
  • Statue Franz Josef Schneider: Ecke Steinstr./Bahnhofstraße. Honnefer Original und Heimatdichter (1888-1972), genannt das „Freudeblömche“ (nach dem Titel seines ersten Gedichtbandes von 1921).
  • IU Internationale Hochschule Bad Honnef, Mülheimer Str. 38. Ehemaliger Bischofshof, Besitz der Kölner Erzbischöfe seit dem 11. Jahrhundert der Grundherren in Bad Honnef, mittelalterliche Überreste (Teile des Turms und Torbogen mit Inschrift und kurkölnischem Wappen) wurden mit moderner Architektur meisterhaft verbunden.
  • Alter Friedhof Bad Honnef, 1831 angelegt, zahlreiche sehenswerte Gräber bekannter Persönlichkeiten, am Eingang „Am Wolfshof“ bietet eine Tafel Orientierung.
  • Kapelle St. Martin in Selhof nach dem Brand von 1784 in den Jahren nach 1800 errichtet.
  • Jüdischer Friedhof Bad Honnef: Auf der Helte, Begräbnisstätte für die jüdischen Gemeinden Unkel, Rheinbreitbach und Honnef; das älteste erhaltene Grab ist von 1666, insgesamt 84 Grabstätten. 1968 setzte die Stadt Bad Honnef ein Mahnmal für die jüdischen Bürger Bad Honnefs, die Opfer nationalsozialistischen Terrors wurden.
  • Schloss Hagerhof: Seit 1655 als Gut bekannt, Besitz der Abtei Groß St. Martin in Köln, 1865 bis 1868 vom Architekten Ernst Oppler im Auftrag des Fabrikanten Weyermann im neugotischen Stil umgebaut. Aufenthalt von Johannes Brahms im Jahr 1896. Heute Gymnasium Schloss Hagerhof. Daneben das Gut Limpich mit seinen Stallungen und der Reithalle im Jugendstil. In direkter Nachbarschaft am Menzenberg liegen das Weingut Menzenberg und „Haus Parzival“, einst Wohnsitz des Dichters, Übersetzers und Germanisten Karl Simrock , erbaut 1840.
  • Hohenhonnef: Schlossartiges Gebäude 1892 als Lungensanatorium von der „Heilstätte Hohenhonnef AG“ nach Plänen der Leipziger Architekten Pfeifer und Händel erbaut und vor 1912 von überwiegend vermögenden Kranken aus ganz Europa besucht. Heute ist es das Reha-Zentrum der Cornelius Helferich Stiftung. Skulpturenpark und Barfußpfad.
  • Kapelle Sankt Servatius Himberg: zwischen 1751 und 1755 auf einem älteren Vorgängerbau errichtet.
  • Stadtbezirk Aegidienberg mit den Ortsteilen Aegidienberg (Ort), Brüngsberg, Efferoth, Himberg, Höhe, Hövel, Neichen, Orscheid, Retscheid, Rottbitze, Siefenhoven, Wintersberg und Wülscheid: 1345 als „Huneferode“ erwähnt, Mittelpunkt ist die Pfarrkirche St. Aegidius mit dem romanischen Westturm aus dem 12. Jahrhundert, das Kirchenschiff datiert aus 1824. Sehenswert ist auch die moderne Evangelische Erlöserkirche. Das Gestüt Feldmann ist die Heimat der Pferderasse „Aegidienberger“.

siehe auch