Im Zuge der Altstadtsanierung wurden im Zentrum von Bad Godesberg seit 1972 moderne Wohn- und Bürogebäude errichtet, darunter die City-Terrassen am Fuß der Godesburg. Große Teile des alten Godesberg sind seinerzeit den Stadtsanierern zum Opfer gefallen, vor allem das so genannte „Knolleveedel“ rings um die Marienkirche. In Bad Godesberg erklärten damals Planer und Politik das gewachsene alte Veedel zum Sanierungsgebiet. Straßen wurden „verkehrsgerecht“ umgestaltet und in der Folgezeit die Häuser der Handwerker und kleinen Geschäftsleute eingeebnet und ersetzt. Bis heute sind in der Bad Godesberger Innenstadt aber noch einige gut erhaltene Gründerzeitfassaden zu entdecken.

An der Stadthalle in Bad Godesberg
Theaterplatz in Bad Godesberg

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann der Aufschwung des Kurortes Bad Godesberg. Während die Kurfürstenquelle erst 1962 gebohrt wurde, sprudelte die Draitschquelle offenbar schon zu Römerzeiten. Überregionale Bedeutung bekam der Draitschbrunnen durch Kurfürst Max Franz (1784-1801). Er ließ einen Brunnen für die Draitschquelle bauen und 1790 wurde Godesberg zum Kur- und Badeort ernannt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts folgte dann während der Bonner Hauptstadtära der Wandel zum Standort von diplomatischen Vertretungen. Mitglieder des diplomatischen Dienstes zahlreicher Nationen hatten Bad Godesberg mit seinen vielen Alleen, prächtigen Villen und dem üppigen Grün zum Wohn- und Arbeitsplatz gewählt und so zum Diplomatenviertel Bonns gemacht.

Zu Bonns Hauptstadtzeiten waren (bis zum Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin 1999-2000) etwa 150 Botschaften mit zuletzt an die 10.000 Diplomaten vertreten. Besonders beliebter Standort für Botschaften und Residenzen war der Stadtteil Bad Godesberg. Das bunte Völkchen der Diplomaten prägte das Stadtbild, die kaufkräftige Klientel belebte die heimische Wirtschaft, Handwerk, Handel und Gastronomie.

Nach der Verlagerung von Parlament und Regierung in 1999 nach Berlin durchläuft Bad Godesberg bis heute einen Strukturwandel.

Historische Wegmarken

 
Schauspielhaus in Bad Godesberg
 
Kurfürstliche Zeile am Rathaus in Bad Godesberg
 
Am Draitschbrunnen an der Brunnenallee in Bad Godesberg
 
Laurelle von Jaume Plensa vor dem Bahnhof

Historische Wegmarken im Bad Godesberger Zentrum sind insbesondere:

Informationen

  • Informationspavillon von Bad Godesberg Stadtmarketing, Ria-Maternus-Platz 1, 53173 Bonn
bad-godesberg.info/seheswuerigkeiten

siehe auch

Straßen und Plätze

Virtuelle Rundgänge