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Knolleveedel

Aus Bonn.wiki
Kirche St. Marien in Bad Godesberg

Das „Knolleveedel“ in Bad Godesberg blieb im Zweiten Weltkrieg weitestgehend unzerstört. Das änderte sich mit der sogenannten Altstadtsanierung, die in den 1960-er Jahren begann. Tatsächlich fielen damals große Teile des alten Godesberg der Sanierung zum Opfer, vor allem das so genannte „Knolleveedel“ rings um die Marienkirche musste u.a. zugunsten des Betonriesen „Altstadt-Center“, das später „City-Terrassen“ genannt wurde, weichen. Und 1967 entstand hier auf den Ruinen des Fronhofs das Hertie-Kaufhaus, heute: Fronhofer Galeria.

Das Viertel im alten Godesberg, zwischen Kirchstraße, oberer Burgstraße und Junkerstraße hieß vermutlich so, weil dort viele Bauern wohnten, die dort auch Gemüse anbauten und auf dem Marktplatz verkauften, darunter auch „Knolle“ (wobei die „rheinische Knolle“ im Rheinland primär für die Kartoffel aber auch die Zuckerrübe steht).

Entlang der Burgstraße dominierten im Viertel einst Gründerzeithäuser mit Geschäften und auch Wohnhäuser von Handwerkern. Dort gab es das Eiscafé Bedorf, den Tabakladen Gerlach und Gaststätten wie die "Tonhalle" sowie das Kino Burglichtspiele, im Volksmund „Burschli“ genannt.

In Bad Godesberg erklärten Planer und Politik das gewachsene alte Innenstädtchen, das „Knolleveedel“, zum Sanierungsgebiet. Straßen wurden „verkehrsgerecht“ umgestaltet und in der Folgezeit die Häuser der Handwerker und kleinen Geschäftsleute eingeebnet und ersetzt.

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