Rostingen
Der Weiler Rostingen ist ein Ortsteil der Stadt Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis. Er gehört zum Stadtteil Eudenbach und zählte 63 Einwohnerinnen und Einwohner am 30. September 2022.
Rostingen gehörte einst zur Honschaft Oberhau, einer von zuletzt fünf Honschaften, aus denen sich das Kirchspiel Oberpleis im Amt Blankenberg bis zur Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 zusammensetzte.
Von wirtschaftlicher Bedeutung für den Ort waren ein seit Ende des 18. Jahrhunderts betriebener Steinbruch am Scheurenberg sowie seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Abbau von Quarzitbänken auf der oberhalb gelegenen Rostinger Heide.
Am 1. Oktober 1902 wurde Rostingen an das Schmalspur-Schienennetz der Bröltalbahn angeschlossen und bildete den Endpunkt der Strecke von Siegburg über Niederpleis - Oberpleis - Herresbach - Nonnenberg nach Rostingen. Ab 1905 wurde vom Bahnhof in Rostingen auch vorübergehend eine Anschlussstrecke entlang des Quirrenbachs eingerichtet, vorbei an Gratzfeld, Wülscheid und durch Orscheid bis nach Rottbitze, die dem Transport des am Himberg und Dachsberg abgebauten Basalts diente.