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Zülpich

Aus Bonn.wiki

Zülpich ist eine Stadt im Kreis Euskirchen mit etwa 22.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Sie liegt in der Zülpicher Börde.

Geschichte

Die einstige Stadt Tolbiacum (auch: Vicus Tolbiacum) existierte bereits zu Römerzeiten im 1. Jahrhundert vor Christus und beherbergt heute mit den Römerthermen das einzige deutsche Museum der Badekultur. Das antike Zülpich war eine Siedlung an der Römerstraße Trier - Köln und ist heute Teil der Via Agrippa, einer Rad- und Wanderroute im „Erlebnisraum Römerstraße“.

Aus fränkischer Zeit ist die Schlacht bei Zülpich überliefert. Im Jahr 496 nach Christus besiegten die Franken unter König Chlodwig I. die Alemannen.

Zur spätmittelalterlichen, planmäßig angelegten und mauerumwehrten kurkölnischen Stadt gehörten das Kölntor, das Münstertor, das Weiertor und das Bachtor, die den historischen Kern des Ortes markierten. Und vom Turm der Landesburg aus dem 14. Jahrhundert bietet sich eine herrliche Aussicht bis zum Kölner Dom und zum Siebengebirge.

Die katholische Pfarrkirche Sankt Peter am Ort stammt aus dem Jahr 1955, wobei die frühromanische Krypta und Teile der alten Ausstattung der mittelalterlichen Vorgängerkirche bewahrt werden konnten, die im Zweiten Weltkrieg zerbombt wurde.

Als Teil des Rheinischen Braunkohlereviers war die Stadt Zentrum des von 1953 bis 1967 betriebenen Tagebaus Zülpich.

Die Landesgartenschau im Jahr 2014, die bislang kleinste ihrer Art in Nordrhein-Westfalen, stand unter dem Motto „Zülpicher Jahrtausendgärten – Von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert“ und verband die Altstadt, römische Denkmäler und neue Grün- und Freizeitflächen miteinander. Herzstück war ein neues Seebad mit Strand am Zülpicher See, dem Restsee eines früheren Braunkohletagebaus.

Hubert-Salentin-Museum

An der Kölnstraße 2 liegt das von der Manfred-Vetter-Stiftung getragene Hubert-Salentin-Museum, das sich dem Oeuvre des Genremalers Hubert Salentin widmet.

Ortschaften und Stadtteile

Ortschaften und Stadtteile von Zülpich sind:

Bessenich, Bürvenich, Dürscheven, Enzen, Eppenich, Füssenich, Geich, Hoven (mit Floren), Juntersdorf, Langendorf, Linzenich, Lövenich, Merzenich, Mülheim, Nemmenich, Niederelvenich, Oberelvenich, Rövenich, Schwerfen, Sinzenich, Ülpenich, Weiler in der Ebene, Wichterich.

Römerthermen Zülpich

Die im August 2008 eröffneten Römerthermen Zülpich zeigen eine erhaltene römische Thermenanlage. Das angegliederte Museum der Badekultur auf dem Mühlenberg entstand als Kooperationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und der Stadt Zülpich.

siehe auch

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