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Kreis Euskirchen

Aus Bonn.wiki

Der Kreis Euskirchen ist eine Gebietskörperschaft im Südwesten von Nordrhein-Westfalen mit rund 202.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Verwaltungssitz ist die Kreisstadt Euskirchen.

Das nördliche Kreisgebiet ist geprägt von großen Flachland-Flächen, die vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden, während der südliche Teil durch die Erhebungen der Eifel mit großflächigen Waldgebieten bestimmt wird.

Der Rhein-Sieg-Kreis grenzt im Westen an den Kreis Euskirchen.

  • Adresse: Kreisverwaltung Euskirchen, Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen

Geschichte

Die Besiedelung zu Römerzeiten bezeigen Funde und alte Routen in der Eifel und der Zülpicher Börde.

Bis 1794 ver­teil­te sich das spätere Kreisgebiet insbesondere auf das Her­zog­tum Jü­lich und das Kur­fürs­ten­tum Köln. Zu Zeiten der französischen Besatzung unter Napoleon ab 1798 wur­de es 1801 dem Ro­er­de­par­te­ment ein­ge­glie­dert, bevor nach dem Wiener Kongress im Jahr 1816 der preu­ßi­sche Kreis Le­che­nich entstand, der be­reits 1827 in „Kreis Eus­kir­chen“ um­be­nannt wurde.

Ab dem Jahr 1891 entstand der Bau des historischen Landratsamtes in Euskirchen und die Kreisbahn wurde Ende 1894 in Betrieb genommen mit Anbindung der Zuckerfabrik Pfeiffer & Langen in Euskirchen. Die Euskirchener Kreisbahn (im Volksmund „Flutsch“ genannt) diente auch dem Transport von Braunkohle und Briketts. Der offizielle Bahnverkehr begann mit dem Güterverkehr am 26. Januar 1895 und der Personenverkehr folgte ab dem 1. März 1895.

Am 1. Oktober 1932 wurden dann Kommunen aus dem damals aufgelösten Kreis Rheinbach in den Kreis Euskirchen eingegliedert, darunter auch die Stadt Münstereifel.

Am 23. August 1946 wurde das Kreisgebiet ein Teil des neu gegründeten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Zum 1. Januar 1972 wurde der Kreis Euskirchen erneut vergrößert und umfasste nun eine Fläche von 1.383 km². Aus dem aufgelösten Kreis Schleiden wurden die Städte Schleiden und Mechernich sowie die Gemeinden Hellenthal, Kall, Nettersheim, Dahlem und Blankenheim in den Kreis Euskirchen eingegliedert.

Kommunen im Kreisgebiet

Der Kreis Euskirchen umfasst elf kreisangehörige Kommunen.

Literatur

Streiflichter und Einblicke

Die Nordeifel zeichnet sich zudem durch eine Vielzahl von archäologischen Denkmälern aus. Das Projekt „ArchaeoRegion Nordeifel“ gilt ihrem Erhalt und der Pflege der Bodendenkmäler und zielt auf eine Verbesserung ihrer touristischen Erschließung. Zu den mehr als 40 Stationen gehören:

  • Dorfwüstung Wollseifen im Nationalpark Eifel bei Schleiden | Wasserburg Dreiborn bei Schleiden | Jüdischer Friedhof und Synagoge von Gemünd | Eisenwerk Mauel an der Urft in Schleiden-Gemünd | Eisenhütte Schleiden-Oberhausen | Burgwüstung „Altenberg“ bei Hellenthal-Wollenberg | Burg Hellenthal-Reifferscheid | Weltkriegsrelikte bei Hellenthal-Hollerath | Römischer Steinbruch Kall | Durchlass des Römerkanals bei Kall-Dalbenden | Marmorsteinbruch Kall-Urft | Römisches und mittelalterliches Zülpich | Katzensteine bei Mechernich-Katzvey | Römerkanal bei Mechernich-Breitenbenden | Aquäduktbrücke Mechernich-Vussem | Sammelbecken Mechernich-Eiserfey | Brunnenstube „Klausbrunnen“ bei Mechernich-Kallmuth | Aquäduktbrücke Mechernich-Vollem | Kartsteinfelsen mit Kakushöhle bei Mechernich-Dreimühlen | Pfarrkirche St. Cyriakus in Mechernich-Weyer | Rüdesheimer Stadttor in Euskirchen | Römische Kalkbrennerei Bad Münstereifel-Iversheim | Matronenheiligtum bei Bad Münstereifel-Nöthen | Brunnenstube „Grüner Pütz“ bei Nettersheim | „Eifelmarmor“ von St. Margareta in Nettersheim-Frohngau | Ahekapelle im Genfbachtal bei Nettersheim | Archäologischer Landschaftspark bei Nettersheim | Tiergartentunnel Blankenheim | Römervilla Blankenheim | Motte „Zehnbachhaus“ bei Dahlem-Schmidtheim | „Agrippa-Straße“ bei Dahlem | Burgruine Kronenburg bei Dahlem
  • vgl. dazu: Die ArchaeoRegion Nordeifel auf nordeifel-tourismus.de/ArchR_Nordeifel_Brosch_web.pdf