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Kurfürstenbad

Aus Bonn.wiki
Hinweis an der Baustelle Kurfürstenbad

Die Idee, das am 29. August 1964 in Bad Godesberg eröffnete Kurfürstenbad durch einen zeitgemäßen Neubau zu ersetzen, wird schon seit einigen Jahren verfolgt.

Auch nach dem in 2026 überarbeiteten Bonner Bäderkonzept der Stadtverwaltung Bonn soll es beim Abriss und beim Neubau des Kurfürstenbades bleiben. Das mehr als 53 Millionen Euro teure Hallenbad mit 25-Meter-Becken und Sauna soll bis 2030 fertig sein und dann ganzjährig öffnen.

Geplant sind ein Lehrschwimmbecken, ein Sportschwimmerbecken mit Sprunganlage, ein Kinderbecken, ein Multifunktionsbecken mit Hubboden und eine rund 330 Quadratmeter große Sauna.

Der Rohbau soll nach derzeitiger Planung bis Ende September 2027 stehen, die Fertigstellung wird dann noch bis 2030 dauern.

Adresse

  • Kurfürstenallee 7a, 53177 Bonn

Geschichte

Abrissarbeiten am Kurfürstenbad Bad Godesberg im August 2026

Das ehemalige Kurfürstenbad bestand seit 1964. Im Mai 2016 wurde es wegen erheblicher Mängel an der Elektro-, Lüftungs- und Heizungstechnik geschlossen. Zum Kurfürstenbad gehörten bis dahin auch Sauna, Massage und ein Heilbadbereich mit Wasser aus der Godesberger Kurfürsten-Quelle.

Im Jahr 2016 wurde dann das einzige Hallenbad im Stadtbezirk wegen gravierender technischer Mängel geschlossen. Als Alternative steht in der kälteren Jahreszeit derzeit im näheren Umfeld nur die Traglufthalle im Friesdorfer Freibad zur Verfügung.

Der Rat der Stadt Bonn hatte 2020 den Rahmenplan zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft beschlossen. Danach soll auf dem Grundstück des ehemaligen Kurfürstenbades nach dessen Abriss ein Neubau entstehen. Neben Sport-, Lehr- und Kinderbecken soll das neue Bad auch über ein vollständig barrierefreies Multifunktions-/ Therapiebecken und eine Sauna verfügen.

Ende Januar 2026 wurde das europaweite Vergabeverfahren zur Auswahl eines Totalunternehmers für den Restabriss und den anschließenden Neubau des Kurfürstenbades abgeschlossen. Der erste Versuch, das alte Gebäude abzuräumen, war 2024 ins Stocken geraten.

Mit der Auftragsvergabe konnte das Projekt weiter umgesetzt werden. Der Totalunternehmer übernahm für die Stadt sowohl die vollständigen verbleibenden Rückbauarbeiten als auch sämtliche Leistungen für den Neubau des Hallenbades an der Kurfürstenallee.

Mosaik

Eine künstlerische Besonderheit im ehemaligen Kurfürstenbad war ein 12,50 m x 2,08 m großes Mosaik des Künstlers Paul Magar an einer Stirnseite. Das Kunstwerk „Heiterer Tag am Wasser“ soll nach dem Abbau des Bades rekonstruiert werden.

Im Juli 2026 wurde es in zwei Teilen per Kran geborgen und soll in den Neubau des Bades zurückkehren.

siehe auch