Eva de Maizière
Eva de Maizière, geb. Werner (* 27. März 1915 † Oktober 2003 in Bonn) war eine Bildhauerin und Grafikerin.


Ab 1964 wohnte sie mit ihrer Familie auf dem Heiderhof im Stadtbezirk Bad Godesberg. Etwa ab 1972 entstanden zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle, später zunehmend Bronzefiguren. Von 1997 an bewohnte Eva de Maizière gemeinsam mit ihrem Mann ein Seniorenheim der Diakonie auf dem Heiderhof, ganz in der Nähe des früheren Wohnorts am Eschenweg. Sie wurde am 11. Oktober 2003 auf dem Waldfriedhof Heiderhof beigesetzt, ab 2006 auch die letzte Ruhestätte ihres Ehemanns. Hier befindet sich ein von ihr geschaffenes kleines Bronzepaar neben dem Grabstein.
In der Bad Godesberger Fußgängerzone steht in direkter Nachbarschaft zum Schauspielhaus bereits seit 1978 die etwa 2 m große Bronzeplastik „Begegnung“, weitere Werke der Künstlerin sind in Bonn auf dem Heiderhof zu finden, etwa das schlichte Kreuz auf dem Altar der Immanuelkirche oder die Skulptur "Mädchen im Garten stehend" an der Grundschule. Auch das Kruzifix in der Friedhofskapelle des Waldfriedhofs Heiderhof ist ihr Werk. In Sankt Augustin gehört seit 1987 die Skulptur Geschwister am Eingang der Kinderklinik Sankt Augustin zum Skulpturenweg Sankt Augustin.
Ihr Gesamtwerk ist deutlich zahlreicher, hinzu kamen zu Lebzeiten mehr als 90 Ausstellungen und viele Malkurse im In- und Ausland.
Eva de Maizière war mit Ulrich de Maizière verheiratet, zuletzt General des Heeres der Bundeswehr und von 1966 bis 1972 vierter Generalinspekteur der Bundeswehr. Einer ihrer Söhne ist der Politiker Thomas de Maizière, zuletzt von 2013 bis 2018 Bundesminister des Innern.
Weblinks und Quellen
- Gabriele Zabel-Zottmann, Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum der Bundeshauptstadt Bonn: Aufgestellt von 1970 bis 1991. Dissertation, Bonn 2012, Teil 2, S. 104 f., ulb.uni-bonn.de (pdf)
- Martina Sondermann, Eva de Maizière - Spätberufene in Sachen Kunst, in: General-Anzeiger vom 26. März 2015