Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises (SSB)
Die Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn, des Landkreises Bonn-Land und des Sieg-Kreises wurden am 13. Mai 1909 gegründet. Nach der kommunalen Neuordnung im Jahr 1969 wurden sie in Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises (SSB) umbenannt, wobei die Abkürzung SSB für „Siegburger und Siebengebirgsbahn“ steht.
Die Siebengebirgsbahn

Die Siebengebirgsbahn verkehrte seit der Eröffnungsfahrt am 18. Oktober 1911 als elektrische Straßenbahn zunächst nur einspurig zwischen Bonn und Oberdollendorf. Mit der Verlängerung bis nach Königswinter wurde ab dem 18. März 1913 die neue Endstation an der Rheinallee vor dem Düsseldorfer Hof erreicht. Erst 1925 wurde die Bahntrasse bis nach Honnef verlängert, bis zur heutigen Endhaltestelle gegenüber der Insel Grafenwerth.
Die Siebengebirgsbahn war ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Bonn und der damaligen Kreise Bonn-Land und des damaligen Siegkreises, um das Umland mit besserer und schnellerer Infrastruktur zu erschließen. Wie bei der Rheinuferbahn von Bonn nach Köln, kamen die im Jahr 1911 hochmodernen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge zum Einsatz, während die rechte Rheinstrecke der heutigen Deuschen Bahn, die zwischen Königswinter und Bad Honnef parallel zur Siebengebirgsbahn verläuft, erst Anfang der 1960-er Jahre elektrifiziert wurde. [1]
Heute wird der nördliche Abschnitt der Trasse der Siebengebirgsbahn bis nach Oberkassel von der Straßenbahnlinie 62 befahren. In Ramersdorf fädelt sich auch die Stadtbahnlinie 66 aus Richtung Konrad-Adenauer-Brücke ein und befährt die Trasse südlich von Oberkassel alleine in Richtung Bad Honnef.
Die Siegburger Bahn

Bereits am 18. September 1910 erhielten die Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn, des Landkreises Bonn-Land und des Sieg-Kreises die Konzession zum Bau und Betrieb einer Kleinbahn zwischen Bonn und Siegburg, der Siegburger Bahn. Die Eröffnung der Strecke fand am 5. September 1911 statt.
Die Endhaltestelle in Bonn befand sich damals vor der damaligen Beethovenhalle und nahe der Alten Rheinbrücke. Der Endpunkt in Siegburg befand sich zunächst im Stadtteil Zange, bis am 21. Mai 1915 die Verlängerung bis zum Bahnhof Siegburg eröffnet wurde.
Die zwischen Vilich und Siegburg errichteten Stationsgebäude und Wartehallen entstanden in einer einheitlichen Gestaltungsweise nach Plänen des Bonner Architekten Walter Frese und unter Bauleitung des Architekten Hermann Schmitt. [2]
Die ursprünglich zwischen Vilich und Siegburg eingleisige Strecke wurde 1953 bis Hangelar zweigleisig ausgebaut. Ein zweites Gleis wurde 1967/68 bis Sankt Augustin-Mülldorf und im August 1980 über die neue Siegbrücke hinaus verlängert, wobei hier auch eine neue Trasse im Bereich des Siegburger Stadtteils Zange entstand.
Heute verläuft die Stadtbahnlinie 66 von Bad Honnef über Königswinter, Bonn-Oberkassel, Ramersdorf, Rheinaue, Heussallee/ Museumsmeile bis Bonn - Hauptbahnhof und von dort über Beuel und Sankt Augustin nach Siegburg zum Bahnhof Siegburg/Bonn (und zurück).
Literatur


- Hans-Georg Nolden, Die Straßenbahn Bonn–Siegburg: Eine Beschreibung der Bahngeschichte aus der Sicht der heutigen Stadt Sankt Augustin von den Anfängen 1911 bis 1993, Siegburg 1995
siehe auch
Weblinks und Quellen
Einzelnachweise:
- ↑ vgl. dazu ga.de vom 12. Januar 2026
- ↑ vgl. dazu Bonner Zeitung vom 4. September 1910, S. 2, in zeitpunkt.nrw.