Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler mit rund 28.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Sitz der Kreisverwaltung Ahrweiler und eine der acht Hauptkommunen des Kreises Ahrweiler im Norden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt linksrheinisch im Ahrtal und etwa zehn Kilometer von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt.
Das Weinanbaugebiet entlang der Ahr ist bekannt für seine Rotweine. Der Rotweinwanderweg im Ahrtal ist ein beliebter Wanderweg, der auf etwa 35 km von Altenahr bis Bad Bodendorf durch die Weinberge führt und bekannte Weinorte des Ahr-Weinbaugebiets wie Altenahr, Mayschoß, Rech, Dernau, Marienthal, Walporzheim, Ahrweiler, Bad Neuenahr oder Bad Bodendorf verbindet.
Bad Neuenahr-Ahrweiler besteht aus den zwei zentralen Stadtteilen Bad Neuenahr und Ahrweiler sowie den Ortsbezirken Bachem, Gimmigen, Heimersheim (mit Ehlingen), Heppingen, Kirchdaun, Lohrsdorf (mit Green), Ramersbach und Walporzheim.
Geschichte
Aus dem 1. bis 3. Jahrhundert existieren auch im Kreis Ahrweiler zahlreiche Funde aus der Römerzeit, darunter in Ahrweiler die villa rustica am Silberberg.
Im Jahr 1852 leitete die Entdeckung des Apollinarisbrunnen durch den Ahrweiler Winzer Georg Kreuzberg in Wadenheim die Erschließung und Eröffnung eines Heilbades ab dem Jahr 1858 ein. Der Bau des Kurhauses in Bad Neuenahr in den Jahren 1903 bis 1905 war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Kurortes.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen zunächst amerikanische Truppen die Besatzungsmacht, danach stand die Region unter französischer Verwaltung. Sie wurde sodann Teil des heutigen Bundeslands Rheinland-Pfalz, das am 30. August 1946 gegründet wurde.
Auch die Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn bescherte dem heutigen Kreis Ahrweiler mit seiner Kreisstadt - außer dem späteren Regierungsbunker in den 1960-er Jahren - auch einen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht zuletzt als Tourismusregion, besonders während der Zeit des „Wirtschaftswunders“.
Die heutige Stadt entstand am 7. Juni 1969 aus den beiden Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr und den Gemeinden Gimmigen, Heimersheim, Kirchdaun und Lohrsdorf, weiterhin wurde am 16. März 1974 die Gemeinde Ramersbach eingemeindet.
Vom 14. auf den 15. Juli 2021 war das Ahrtal erneut von Dauerregen und Hochwasser schwer getroffen. 134 Menschen starben; mehr als die Hälfte der Toten stammte aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein Großteil der öffentlichen und privaten Infrastruktur wurde zerstört. Sieben Brücken im Verlauf der 29 Kilometer langen Ahrtalbahn wurden unbefahrbar, ebenso 20 Kilometer Bahnstrecke. [1]
Allein in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde der allergrößte Teil der ursprünglich 19 Brücken zerstört, 16 kommunale Brücken und eine weitere des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz. Sieben Brücken wurden durch temporäre Behelfsbrücken ersetzt. Als erster Neubau wurde in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Oktober 2025 die Heppinger Brücke feierlich wiedereröffnet. Geschaffen wurde eine Verbindung zwischen den Stadtteilen Heimersheim und Heppingen aus Stahl und Beton, die auf 10,80 Metern Breite Platz für zwei Spuren für Autos, Radfahrer und Fußgänger bietet.
Ein weiteres Bespiel ist die Landgrafenbrücke. Der erste Spatenstich für den Neubau erfolgte im November 2024. Hier hatte nach der Flut das Technische Hilfswerk innerhalb von nur 16 Tagen eine provisorische Brücke errichtet. Der Neubau aus Stahl und Beton bietet zukünftig auf rund 50 Metern Länge und 14,5 Metern Breite Platz für den motorisierten Auto- und Schwerlastverkehr mit zwei Fahrspuren sowie Fahrradstreifen und Gehwegen.
Die Maria-Hilf-Brücke und die Casinobrücke werden als Hubbrücken für den Fußgänger- und Radverkehr neu errichtet. Beide können bei einem drohenden Hochwasser angehoben werden. In 2026 ist in Bad Neuenahr-Ahrweiler auch der Baubeginn für die Kurgartenbrücke sowie die Obertorbrücke geplant. Auch die zukünftige Obertorbrücke ist als Hubbauwerk konzipiert, mit Platz für den Fußgänger- und den Radverkehr.
- vgl. dazu: ga.de vom 21. April 2026
Kirchen
Museen

- Dokumentationsstätte Regierungsbunker
- Museale Sammlung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Römervilla am Silberberg
Streiflichter und Einblicke
- Ahr(-tal)
- Ahrtalbahn
- Ahr-Thermen Bad Neuenahr
- Apollinarisstadion
- Ahrweiler
- Apollinarisbrunnen Bad Neuenahr
- Bad Neuenahr
- Bahnhof Ahrweiler
- DenkAHR Bad Neuenahr
- Dokumentationsstätte Regierungsbunker
- Flutkatastrophe 2021
- Heppinger Brunnen
- Kreis Ahrweiler
- Kloster Calvarienberg
- Kurhaus Bad Neuenahr
- Kurpark Bad Neuenahr
- Römervilla am Silberberg
- Synagoge Ahrweiler
Weblinks und Quellen

Kultur. Landschaft. Digital:
- „Alte Pfarrkirche Sankt Willibrord und alter Neuenahrer Friedhof”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245970 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Denkmal für Georg Kreuzberg am Apollinarisbrunnen in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-100677-20140823-2 (Abgerufen: 25. Februar 2026)
- „Gedenkstätte Silberbergtunnel in Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245928 (Abgerufen: 15. März 2026)
- „Historischer Ortsteil Beul”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-247134 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Jüdischer Friedhof mit Taharahaus auf dem Johannisberg in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245699 (Abgerufen: 15. März 2025)
- Jürgen Haffke (2024): „Brunnenort Heppingen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-355988 (Abgerufen: 25. Februar 2026)
- „Katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius in Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57770-20121125-7 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Kloster Calvarienberg in Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57781-20121126-2 (Abgerufen: 26. Februar 2026)
- „Kreisverwaltung Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-247002 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Kurfürstliche Vogtei in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245958 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Kurort Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-355974 (Abgerufen: 15. März 2026)
- „Kurpark Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-70100-20130723-2 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Mittelalterliche Stadtbefestigung Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-101005-20140825-4 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Poststraße in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-247129 (Abgerufen: 15. März 2025)
- „Synagoge Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57442-20121122-2 (Abgerufen: 15. März 2025)
- Vanessa Bindarra (2016): „Ahr-Thermen in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245969 (Abgerufen: 28. Februar 2026)
- Vanessa Bindarra (2016): „Beethoven-Flötenuhr in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245968 (Abgerufen: 15. März 2025)
- Vanessa Bindarra (2016): „Rentmeistereihof der Kurpfälzer in Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245957 (Abgerufen: 15. März 2025)
- Vanessa Bindarra (2016): „Rosenkranzkirche Bad Neuenahr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245961 (Abgerufen: 15. März 2025)
Stadtzeitung:
Einzelnachweise: