Zum Inhalt springen

Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Aus Bonn.wiki

Als Regierungsbunker wurde der Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes (AdVB) für den Krisen- und Verteidigungsfall bezeichnet, eine ursprünglich 17,3 Kilometer lange Bunkeranlage südlich von Bonn im Ahrtal zwischen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Dernau, in der Nähe des damaligen Staatsweinguts Marienthal.

Der Bunker entstand unter der Federführung des Bundesinnenministeriums unter großer Geheimhaltung in den Jahren 1960 bis 1972 und war insbesondere für die zivilen Behörden aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn vorgesehen. Er sollte der deutschen Bundesregierung im Verteidigungsfall zudem als Ausweichsitz dienen und die Handlungsfähigkeit des Staates im Ernstfall sichern.

Die Anlage wurde nach Ende des Kalten Kriegs Ende der 1990-er Jahre stillgelegt und wenige Jahre später wurde mit der vollständigen Entkernung fast der gesamten Anlage begonnen. Heute ist von dem teuersten Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland nur noch ein kleines Bunkerstück von gut 200 Metern Länge erhalten, das in das Museum Dokumentationsstätte Regierungsbunker umfunktioniert wurde. Es liegt in einem bewaldeten Berghang oberhalb der Römervilla am Silberberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Träger des Museums ist der gemeinnützige Heimatverein “Alt-Ahrweiler”.