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Rheinischer Expressionismus

Aus Bonn.wiki
Macke-Plakat am Bonner Kunstmuseum

Der Rheinische Expressionismus ist eng mit Bonn und dem Maler August Macke verbunden, der den Begriff 1913 prägte.

Die von Carl von Plüskow im Jahr 1860 erbaute Villa Plüskow stand bis zum Jahr 1981 am Hochufer des Rheins am Grau-Rheindorfer Estermannufer. Hier - direkt am Rhein in der Es­ter­mann­stra­ße 158 - bildete sich im Jahr 1913 eine kleine Künstlerkolonie, wozu es einige Skizzen Mackes gibt. Um Ma­cke hat­te sich im Früh­som­mer 1913 in Bonn ein Kreis von Künstlerkol­le­gen ge­bil­det, die sich in der Grau-Rhein­dorfer Villa zum Bei­sam­men­sein und Ar­bei­ten tra­fen. Seinerzeit wur­de auch die Idee zur „Aus­stel­lung Rhei­nischer Ex­pres­sio­nis­ten“ ge­bo­ren, die Au­gust Ma­cke ziel­stre­big um­setz­te.

Der Schriftsteller Karl Ot­ten schilderte später die At­mo­sphä­re vor dieser Aus­stellung (zitiert nach Steger, Denise, Die Rheinischen Expressionisten, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: rheinische-geschichte.lvr.de am 17.10.2026):
„Wir sa­ßen in sei­nem Gar­ten un­ter der Lau­be am Rhein und blin­zel­ten in den strah­len­den Som­mer. Ma­cke, Max Ernst, der zar­te, buck­li­ge See­haus, der schlan­ke, un­end­lich be­gab­te Franz Hen­se­ler, der aus Mün­chen hier­her ver­schla­gen wur­de. Manch­mal tauch­te Hein­rich Nau­en auf, und Franz Marc be­stieg sein blau­es Ross, um den Af­fen­fries im Ate­lier aus­zu­ma­len. Zwi­schen­durch geis­ter­te der schlauch­ar­tig sich win­den­de Ha­ru En­gert um­her, saß mit un­ter­ge­schla­ge­nen Bei­nen und schnitt Sil­hou­et­ten. Aus un­se­ren eu­ro­päi­schen Ge­sprä­chen – wir be­trach­te­ten Köln und Bonn als Vor­or­te von Pa­ris, Wien und Rom – form­te sich in Ma­cke die Idee ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Aus­stel­lung Rhei­ni­scher Ex­pres­sio­nis­ten, die oh­ne je­de Vor­be­rei­tung oder frem­de Hil­fe in den Tag sprang.“

Spätestens mit dem Ersten Weltkrieg endete auch die Zeit der Bonner Künstlerkolonie. Sechs Wochen nach Kriegsbeginn war August Macke tot - er fiel am 26. September 1914.

Das Kunstmuseum Bonn beherbergt die weltweit größte Sammlung von Werken des Rheinischen Expressionismus. Neben den Werken von August Macke sind dort auch Werke von Weggefährten wie Paul Adolf Seehaus und anderen Vertretern zu sehen.

Und das August Macke Haus in Bonn (Bornheimer Straße 96) entstand aus dem ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von August Macke. Es zeigt Gemälde, Grafiken, Kunsthandwerk und wechselnde Ausstellungen.

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