Waldbröl

Die Kleinstadt Waldbröl mit rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im Süden des Oberbergischen Kreises in Nordrhein-Westfalen. Sie besteht aus dem zentralen Kernort sowie 64 weiteren kleineren Ortschaften und Dörfern.
Die Stadt an den Hängen des Nutscheids gehört zum Naturpark Bergisches Land. Sie führt den Zusatznamen „Marktstadt“ und grenzt unmittelbar an den östlichen Rhein-Sieg-Kreis mit den Gemeinden Ruppichteroth und Windeck. Die Stadt Bonn liegt etwa 55 Kilometer westlich von Waldbröl.
Zwischen dem Südwestrand des Kernorts und dem Ortsteil Herfen befindet sich seit Herbst 2015 auf dem Gelände der ehemaligen Nutscheid-Kaserne der Naturerlebnispark Panarbora. Der Baumwipfelpfad des Parks hat einen 34 m hohen Zugangs- und Aussichtsturm.
Das Waldbröler Schwimmbad an der Vennstraße „BALNEO – Badewelt Waldbröl“ wurde in 2020 eröffnet.
Im Ortsteil Schnörringen befindet sich das „Schnörringen Telescope Science Institute“ (STScI), ein Zentrum für astronomische Forschung. Es verfügt über eines der zehn größten Teleskope in Deutschland.
Der CityPark auf dem Merkur-Areal in Waldbröl wurde im Frühjahr 2026 vollständig fertiggestellt als grüne Oase im Stadtkern. Nach dem Abriss des ehemaligen Merkur-Komplexes entstand ein barrierefreier Park mit einem Abenteuerspielplatz, dem ersten Parkour-Bereich im Bergischen Land sowie dem freigelegten Waldbrölbach.
- vgl. dazu: waldbroel.de/besondere-orte
Eisenbahn
Am 15. Dezember 1906 wurde Waldbröl mit der Inbetriebnahme der Bahnverbindung nach Wiehl und Osberghausen (an der Bahnstrecke Siegburg–Dieringhausen–Olpe) an das Normalnetz der preußischen Staatsbahn angeschlossen. Zu dieser Zeit bestand die Bröltalbahn von Hennef über Ruppichteroth nach Waldbröl schon mehr als drei Jahrzehnte. Bereits am 6. September 1870 wurde die Teilstrecke von Ruppichteroth nach Waldbröl eröffnet. Der 1906 in Waldbröl eröffnete, aber erst 1909 fertiggestellte Bahnhof trug daher zur Unterscheidung vom Bahnhof der Bröltalbahn im Ortszentrum die Bezeichnung „Waldbröl Staatsbahnhof“ (ab 1920 „Reichsbahnhof“). Heute verkehren auf Teilabschnitten der ehemaligen Wiehltalstrecke, die vom Förderkreis instand gesetzt wurde, noch touristische Personenzüge. Dabei kommt auch die restaurierte Dampflokomotive „Waldbröl“ aus dem Jahr 1914 zum Einsatz.
Historische Bauwerke
Zu den historischen Bauwerken am Ort gehören die evangelische Kirche mit romanischem Kirchturm und einem Taufstein aus dem 12. Jahrhundert und die katholische Pfarrkirche St. Michael, erbaut in 1705/1706. Die katholische Kirche entstand zunächst als einfacher Bruchstein-Saalbau, der Turm entstand 1763 als Fachwerkkonstruktion. Bei einem großen Umbau im Jahr 1882 wurde sodann ein Bauwerk im Stil einer dreischiffigen gewölbten Hallenkirche mit neugotischen Elementen errichtet.
Die gegen Ende der 1930-er gebaute Stützmauer oberhalb des Friedhofs entstand für eine geplante NS-Schule mit etwa 700 Meter Länge. Die Mauer trägt seit dem Jahr 1982 den Schriftzug „Nie wieder Krieg!“, der von Waldbröler Schülerinnen und Schülern aufgebracht wurde.
siehe auch

- Baumwipfelpfad Parnabora
- Bröl
- Bröltalbahn
- Nutscheid
- Oberbergischer Kreis
- Sternwarte Schnörringen
- Wiehltalbahn
Wandern und Radwandern
- Radtour von Panarbora nach Schladern
- Wanderungen führen durch den Naturpark Bergisches Land und das ausgedehnte Waldgebiet des Nutscheids.