Zum Inhalt springen

UN-Stadt

Aus Bonn.wiki
Am UN-Campus in Bonn.
Foto: Hans-Dieter Weber.

Bonn hat sich erfolgreich ein neues Profil als deutsche Stadt der Vereinten Nationen gegeben.

Sichtbares Symbol dieser Entwicklung ist der Bonner UN-Campus. Seit Juli 1996 darf sich Bonn UN-Stadt nennen. Zehn Jahre später, im Juli 2006, übergab Bundeskanzlerin Angela Merkel den neuen Dienstsitz der Vereinten Nationen in Bonn an den damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan. Am 11. Juli 2006 wurde der UN Campus eröffnet.

Heute gibt es 27 Einrichtungen der Vereinten Nationen auf dem Bonner UN-Campus und etwa 1.500 Mitarbeitende sind hier tätig. Der Campus fasst die in Bonn angesiedelten Organisationen der Vereinten Nationen am großen Bonner Bürostandort im Bundesviertel zusammen, wo die Sekretariate und Einrichtungen der Vereinten Nationen auf einem Gelände angesiedelt sind, das im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) steht. Zu den bekanntesten Einrichtungen am Ort gehört das Weltklimasekretariat als Ausrichter der jährlichen Weltklimakonferenz. Stand 2026 soll hier innerhalb der nächsten zwei Jahre zudem ein neuer zentraler Standort des United Nations Development Programme (UNDP) entstehen, wobei 300 Mitarbeitende und zentrale Funktionen an den Rhein verlegt werden.

Zum UN-Campus zählt das Gelände rings um den „Langen Eugen“. 55 Millionen Euro hatte die Bundesregierung in den Umbau des einstigen Abgeordneten-Hochhauses, auch als "Langer Eugen" bekannt, investiert. Ein neues UN-Hochhaus, unter Bezug auf den Langen Eugen im Volksmund auch „Kleiner Eugen“ genannt, liegt am Rheinufer neben dem Alten Wasserwerk.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Liegenschaften der Deutschen Welle, der Post AG und das moderne Konferenzzentrum World Conference Center Bonn (WCCB).

Dem Thema „30 Jahre UN-Stadt Bonn“ widmete sich in 2027 ein großflächiges Graffiti-Wandbild (Mural) an der Bonner Rheinpromenade unterhalb des Hotels Königshof am Brassertufer. Das Kulturamt der Stadt Bonn hatte gemeinsam mit dem Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit, dem Verein Arts four love und dem Hotel zu einem Wettbewerb für die Motive aufgerufen. Es entstand ein Wandbild, bei dem die Themen Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Zukunft im Mittelpunkt standen.

Geschichte

Haus Carstanjen in Plittersdorf (Rheinseite)
UN-Campus am Park Carstanjen in Plittersdorf

Vor 30 Jahren wurde der Grundstein für Bonns Entwicklung zur deutschen Stadt der Vereinten Nationen gelegt. Mit der Ansiedlung des UN-Freiwilligenprogramms UNV im Haus Carstanjen am 20. Juni 1996 begann genau fünf Jahre nach dem Umzugsbeschluss des Deutschen Bundestages eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, wodurch Bonn zu einem international renommierten Standort für globale Nachhaltigkeitspolitik und multilaterale Zusammenarbeit wurde.

Nur wenige Wochen nach dem Einzug von UNV folgte das Klimasekretariat der Vereinten Nationen am 12. August 1996 – ein Meilenstein, der das Profil Bonns als Klima- und Nachhaltigkeitsstadt maßgeblich prägte. Heute arbeiten 27 UN‑Einrichtungen auf dem Bonner UN Campus Seite an Seite an Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie Digitalisierung.

Im Laufe des Jahres 2026 wird das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) darüber hinaus Teile seines Hauptsitzes nach Bonn verlegen und mit rund 300 Mitarbeitenden die deutsche UN-Stadt weiter stärken. Damit wächst die Zahl der Mitarbeitenden der Vereinten Nationen in Bonn auf etwa 1.500 Menschen an – ein bedeutender Beitrag zum internationalen Profil Deutschlands.

siehe auch