Stadtmuseum Siegburg
Am unteren Markt in Siegburg ist das Gebäude der ehemaligen Lateinschule zu finden, in dem seit 1990 das Stadtmuseum untergebracht ist, in seiner wechselvollen Geschichte auch Geburtshaus der aus Siegburg stammenden Komponisten Joseph Hermann Mohr (1834) und Engelbert Humperdinck (1854).

Inzwischen ist ein regelrechtes Siegburger Kulturhaus entstanden, das mit Stadtmuseum, der Bibliothek und der Tourist Information drei kulturell ausgerichtete Sparten der Stadtbetriebe Siegburg beheimatet.
Auf vier Ausstellungsebenen zeigt das Stadtmuseum dabei Siegburger Geschichte seit der Frühzeit.
Neben einem mittelalterlichen Gewölbekeller und zeitgenössischer Kunst, sind tausend Jahre alte Keramik und Ton-Workshops für Kinder, die Siegburger Abtei, Hexenprozesse und Märchenopern und vieles mehr zu entdecken.
Ein besonderer Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf Themen, die Siegburg berühmt gemacht haben, wie die Siegburger Keramik. „Siegburger Krüge“ und andere Töpferwaren machten Siegburg im Hochmittelalter überregional bekannt.
Geschichte
Im heutigen Stadtmuseum sind die teilweise aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammenden Fundamente des historischen Rathauses freigelegt worden.
Nach Kriegszeiten Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts war das alte Rathaus zu einer Ruine verfallen und die wenigen Überreste wurden abgerissen.
Im Jahr 1825 entstand zunächst das „Humperdinckhaus“ als städtische Lateinschule auf den Grundmauern des mittelalterlichen Rathauses, wo bis zum Jahr 1933 gelernt wurde, dann zog das Gymnasium in die heutige Humperdinckstraße um, während sich am Markt das Amtsgericht niederließ. Nach dem Bezug des Gerichts-Neubaus in der Neuen Poststraße im Jahr 1979 folgten Abteilungen des Finanzamtes, bevor die Stadt Siegburg in 1986 das Gebäude erwarb und am 19. Mai 1990 das Stadtmuseum eröffnete.
Die Fassade des Gebäudes, das nach mehreren Umbauten bis 1907 entstand, blieb bis heute weitgehend unverändert.