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Industrialisierung in Eitorf

Aus Bonn.wiki
Villa Gauhe in Eitorf

Im Mittelalter ein Marktflecken, gewann Eitorf nach dem Anschluss an die Bahnlinie Köln - Siegen als Industriestandort im 19. Jahrhundert an Bedeutung.

Auf einem historischen Rundgang durch Eitorf lässt sich der wirtschaftliche Aufschwung nachvollziehen – Fabrikantenvillen und bürgerliche Domizile säumen den Weg. Mitte des 19. Jahrhunderts – mit dem Bau der Siegtalstraße und der Eisenbahn – entwickelte sich Eitorf zum Industrieort mit Zigarrenfabriken, der Färberei von Julius Gauhe, oder der Kammgarnspinnerei.

Aber auch Bergbau wurde betrieben, wenn auch weniger erfolgreich. Erz, Silber und Kupfer wurden gewonnen und im Jahr 1901 waren immerhin noch 13 Gruben angemeldet.

Die Woll-Fabrik Schoeller am Ort gehörte einst zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Im Jahr 1888 eröffnete auf dem Fabrikgelände der Färberei Gauhe in Eitorf der sächsische Industrielle Karl Schäfer eine Spinnerei. Attraktiv waren für die Produktion neben den billigen Arbeitskräften auch das Wasser der Sieg. Nach wechselhafter Geschichte übernahm im Jahr 1908 die Schoeller’sche Kammgarnspinnerei unter Arthur Schoeller die Aktienmehrheit.

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