Bergheim




Bergheim ist ein Stadtteil der Stadt Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis mit rund 5.700 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Geschichte
Der Ort Bergheim wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 987 erwähnt, in der dem Kloster Vilich dort Fischereirechte bestätigt werden. Um das Jahr 1064 wird auch eine Kirche am Ort genannt.
Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurde Bergheim am 1. August 1969 in die neu entstandene Stadt Troisdorf eingemeindet. Seitdem hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.
- vgl. auch: ortsring-bergheim.de/bergheimer_chronik
Kirche
Die heutige Kirche wurde an Stelle einer Vorgängerkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Nach der Grundsteinlegung am 20. September 1869 entstand eine neugotische Kirche mit Westchor, deren Benediktion am 22. September 1872 erfolgte. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche erhebliche Schäden, besonders der Kirchturm wurde bei einem Bombenangriff zerstört. Beim Wiederaufbau erfolgte auch eine Umgestaltung im Innern der Kirche.
Museum

Das Fischereimuseum Bergheim wurde im Jahr 1986 erbaut und im Januar 1987 eingeweiht. Im Rahmen der Regionale 2010 wurde es erweitert. Das von der Bergheimer Fischerei-Bruderschaft betriebene Museum liegt an einem Altarm der Sieg (Altarm Diescholl) auf der Grenze zwischen Bergheim und Niederkassel-Mondorf. Die "Fischerei-Bruderschaft geht auf das Jahr 987 zurück. Sie ist eine zunftähnliche Vereinigung, die über Fischereirechte an der Siegmündung sowie im Rhein verfügt.
Beim Fischereimuseum Bergheim liegt der Aalschokker „Maria Theresia“ aus dem Jahr 1894 mit 15 Metern Länge im Sieg-Altwasser "Diescholl" vor Anker. Kennzeichnend ist der ausschwenkbare Schokkerbaum. Über Rollen wurden hier einst die Schleppnetze ins Wasser gelassen. Für den Fischfang wurden die Schokker des nachts auf dem Fluss verankert. Doch bereits Ende der 1950-er Jahre war es vorbei mit dem Aalfang, nachdem der Rhein auch nachts befahren werden durfte. Die „Maria Theresia“ wurde in 2017 aufwändig restauriert und dient heute als Fotomotiv.
Siegfähre
Zwischen den Gemarkungen von Geislar und Bergheim verkehrt eine kleine Gierseilfähre für Fußgänger und Radfahrer, die Siegfähre am gleichnamigen Gasthaus in der Siegaue.
Die Fährrechte hatte von 1777 bis zur Säkularisation in 1804 das Stift Vilich inne. Seither liegen sie in staatlicher Hand und werden heute von der Stadt Troisdorf und der Stadt Bonn wahrgenommen.
siehe auch
- Aalschokker Maria Theresia
- Alt Bergheim
- Fischereimuseum Bergheim
(Fischerei-Bruderschaft zu Bergheim an der Sieg) - Immakulata-Kapelle
- Kirche Sankt Lambertus Bergheim
- Siegaue
- Siegfähre zwischen Geislar und Bergheim
- Tropfad
Weitere Informationen
Zahlreiche Informationen zu Troisdorf und seinen Ortsteilen finden sich im Wiki-Artikel zur Stadt Troisdorf.