Schwarzrheindorf/ Vilich-Rheindorf ist ein rechtsrheinischer Stadtteil von Bonn im Stadtbezirk Beuel.

Doppelkirche in Schwarzrheindorf

In Schwarzrheindorf leben etwa 4.500 Einwohner, in Vilich-Rheindorf weitere rund 2.000 Einwohner.

Geschichte

Schwarzrheindorf zählt zu den ältesten keltischen Siedlungen im Rheintal.

Der Beueler Ortsteil Schwarzrheindorf hat mit der mittelalterlichen Doppelkirche ein architektonisches und kunstgeschichtliches Kleinod von herausragender Bedeutung zu bieten. Bauherr der Kirche mit kreuzförmigem Grundriss war Mitte des 12. Jahrhunderts Arnold von Wied, damals nicht nur designierter Erzbischof und Kurfürst von Köln sondern auch Reichskanzler.

Die Wolfsburg zählte zu den wenigen Häusern am Ort, die das verheerende Eishochwasser von 1784 überstanden. Der älteste Teil der ehemaligen Wasserburg ist der zentrale Turm aus dem 13. Jahrhundert.

Im Zuge der 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn wurde im Jahr 1989 das Cäsar-Denkmal auf dem Rheindamm auf Initiative des Denkmal- und Geschichtsvereins wieder errichtet, dass ursprünglich für die am Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Beueler Rheinbrücke geschaffen wurde. Allerdings ist nicht belegt, dass Gaius Julius Cäsar bei seinem Germanienfeldzug tatsächlich in Bonn eine Brücke über den Rhein gebaut hat.

Kirche

 
Ortsansicht vom Rheindamm

Die Doppelkirche St. Maria und Clemens in Schwarzrheindorf gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern und Sehenswürdigkeiten in Bonn. Im Kircheninnern beeindruckt besonders der Zyklus romanischer Wandmalereien über das Alte Testament. Die Kirche verfügt über eine zweite Etage mit einer achteckigen Öffnung in der Raummitte. Während die Oberkirche der Gottesmutter Maria geweiht wurde, ist die Unterkirche dem Heiligen Clemens geweiht.

Lage

Im Westen grenzt das Gebiet an den Rhein, im Osten an Vilich und im Süden an das Beueler Combahnviertel. Im Norden reicht der Stadtteil bis an die Sieg.

Literatur

siehe auch

 
Römerdenkmal am Rheindamm in Schwarzrheindorf

Weblinks und Quellen