Wolfsburg in Schwarzrheindorf

Die Wolfsburg in Schwarzrheindorf aus dem 13. Jahrhundert war ursprünglich der Stammsitz der Ritter Wolff von Rheindorf.
Sie gehört zu den wenigen Häusern am Ort, die das verheerende Eishochwasser von 1784 überstanden hat. Der älteste Teil der ehemaligen Wasserburg ist der zentrale Turm aus Basaltsteinen aus dem 13. Jahrhundert.
Die ehemalige Wasserburg liegt an der Grenze von Vilich-Schwarzrheindorf zum Combahn-Viertel im Stadtbezirk Beuel. Der Burgname geht auf die „Wolff von Rheindorf“ zurück, eine Ritter-Familie, die im 13. Jahrhundert dort ihren Stammsitz hatte. Erstmals erwähnt wurde der Sitz der Ritter Wolff von Rheindorf in 1338. Das Wappen der Rheindorfer Ritter zeigte einst einen nach rechts schreitenden Wolf.
Die Wolfsburg kam im späten 15. Jahrhundert durch Heirat in den Besitz der Freiherren von Gymnich, die in ihrem Adelswappen das Symbol des Drachens führen. Einen Drachen zeigt auch die heutige Wetterfahne der kleinen Burg sowie die Jahreszahl 1597. Diese bezieht sich auf die Wiedererrichtung der Burg, die 1583 im Kurkölnischen Krieg durch bayrische Truppen zerstört worden war.
Einstige Wassergräben sind spätestens seit dem Bau des (Rhein-)Hochwasserdammes verschwunden. Die Wolfsburg lässt sich von außen besichtigen.
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Weblinks und Quellen
- „Wolfsburg in Beuel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-266570 (Abgerufen: 22. April 2023)
- Dr. Peter Dach, Beueler Impressionen, herausgegeben von der SPD Beuel, Bonn 2007, S. 32 ff. (www.yumpu.com/beueler-impressionen-spd-beuel - pdf)
- Rainer Selmann, Rheinspaziert - Betrachtungen vom Ufer aus, (13) Wolfs-Sichtungen, in: Schnüss 4/ 2022, S. 8