Dieser etwa neun Kilometer lange Wanderweg bietet mit 20 Tafelstandorten dem interessierten Laien einen Einblick in die Entstehungsgeschichte unserer Heimat.

Informationstafel an der Fundstelle "Römische Villa" in Friesdorf

Er vermittelt Grundkenntnisse über die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Gesteinen, Boden und lebendiger Natur.

Der Geologische Lehr- und Wanderpfad ist 1989 anlässlich der 2000-Jahrfeier der Stadt Bonn realisiert worden.

Stationen

Die nachfolgende Beschreibung der Stationen folgt der Darstellung zum Geologischen Lehr- und Wanderpfad auf www.bonn.de. Hier finden sich weitere umfangreiche Informationen.

Standort 1 - Bauplatz einer römischen Villa in Friesdorf: ihre Reste wurden bei Ausgrabungen in den Jahren 1886, 1920/21 und 1954/56 freigelegt.

Standort 2 - Sandsteine und Tonschiefer im unteren Kluftertal: felsbildend sind hier Ton- und Sandsteine des Rheinischen Schiefergebirges.

Standort 3 - Mittleres Klufterbachtal: am Standort bedeckt Lößlehm die Gesteine aus der Devon- und Tertiär-Zeit in Mächtigkeiten bis zu drei Metern.

Standort 4 - Rheinhöhenweg: hier befinden sich Sande und Kiese der jüngeren Hauptterrasse des Rheins unter geringmächtiger Lößlehmbedeckung.

Standort 5 - Bombentrichter am Pionierweg: im Zweiten Weltkrieg hinterließ die Detonation einer Fliegerbombe eine trichterförmige Vertiefung in einer hier typischen Bodenart, dem sogenannten „Kottenforstlehm“.

Standort 6 - Venne: unter dem Einfluss des Klimas und der ebenen Lage entwickelten sich aus dem Löß bzw. Lößlehm verschiedene Bodentypen wie Braunerde oder die sich später entwickelnde Parabraunerde.

Standort 7 - Venner Ringwall: durch Verwitterung und Abtragung bildete sich das schluchtartig eingekerbte Venner Bachtal.

Standort 8 - Venner Kirchweg: die Sande und Kiese der Hauptterrasse wurden hier weitgehend abgetragen, so dass der Löß unmittelbar den stark verwitterten Schiefergebirgsgesteinen aufliegt.

Standort 9 - Venner Kirchweg: hier befindet sich Boden aus vertonten Gesteinen der Devon-Zeit.

Standort 10 - Gut Marienforst: am Standort befindet sich Säulenbasalt, ein begehrter Baustoff. In der Umgebung von Bonn gab es in der Vergangenheit zahlreiche Basaltbrüche, auch im Bad Godesberger Stadtwald bei Schweinheim („Im Hohn”).

Standort 11 - Marienforster Promenade: die Entstehung eines gewundenen Fließgewässers lässt sich beispielhaft am Mühlbach beobachten, der die Marienforster Promenade begleitet mit sandigenTalablagerungen des Godesberger Bachs.

Standort 12 - Marienforster Kirche: am Standort findet sich ein Konglomerat aus Quarzgeröllen mit Chalcedon (Vallendarer Schotter).

Standort 13 - Trinkpavillon neben dem Draitschbrunnen: kohlensäurehaltiges Wasser löst aus den durchströmten Gesteinen Minerale und erhält hier einen Aufstiegsweg aus 60 Metern Tiefe.

Standort 14 - Aufstieg zur Godesburg: der Godesberg (oder Burgberg) ist ein ehemaliger Vulkan, dessen hartes Gestein durch Verwitterung aus dem weicheren Umgebungsgestein herausmodelliert wurde.

Standort 15 - Bergfried der Godesburg: die Entstehung des Rheintales geht unter anderem auf eine tiefreichende Bruchzone in der Erdkruste zurück, was regen Vulkanismus zur Folge hatte; die Godesberg liegt nicht nur auf einem erloschenen Vulkan, sie wurde auch aus vulkanischem Gestein errichtet.

Standort 16 - Westlich des Burgfriedhofs: vom Standort führt der Weg hinab zur Mittelterrasse des Rheins (Promenadenweg).

Standort 17 - Promenadenweg: der Promenadenweg (zwischen der Aennchenstraße und dem Pionierweg) ist auf einem Erosionsrest der Mittelterrasse angelegt.

Standort 18 - Pionierweg I: neben dem Erosionsrest der Mittelterrasse befinden sich am Standort feinsandige Talablagerungen der Gumme.

Standort 19 - Pionierweg II: die entlang des Pionierwegs zutage tretenden Felsen sind Ablagerungsgesteine aus der Unterdevon-Zeit.

Standort 20 - Pionierweg III: eine Klüftung in den Sandsteinschichten ist entlang des Pionierwegs gut erkennbar, als feine Risse und Spalten, die senkrecht zur Schichtfläche verlaufen.

Wanderwegführer

Ein 20-seitiger Wanderwegführer ist hier als PDF-Datei erhältlich.

Weblinks und Quellen