Konrad Beikircher (* 22. Dezember 1945 in Bruneck, Südtirol) war Kabarettist, Musiker und Autor. Der WDR meldete am Abend des 28. Juli 2026, dass Konrad Beikircher im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Hinweisschild zum Katharinenhof

Als Student kam Beikircher nach Bonn – und blieb. Nach dem Studium von Musik, Philosophie und Psychologie arbeitete er zunächst als Gefängnispsychologe in Siegburg.

Seit 1986 war Beikircher als freiberuflicher Musiker, Buchautor und Kabarettist tätig - und wurde zu einem inoffiziellen Botschafter der Rheinischen Redens- und Lebensart. Denn er erklärte in seinen Programmen besonders gern die Sprache und das Wesen des Rheinländers.

Ab den 1990-er Jahren veröffentlichte der Kabarettist seine „rheinische Trilogie“, in der er sich den Besonderheiten der rheinischen Sprache und Lebensart widmete. Beikircher war mit diversen Musikprogrammen auf Bühnen unterwegs, sang Lieder von Paolo Conte oder er unterhielt mit seinem Beethoven-Programm „Dat dat dat darf!“. Auch vor Martin Luther machte er nicht halt („500 Jahre falscher Glaube“).

Konrad Beikircher war fünffacher Vater. Er war in dritter Ehe mit der Künstlerin Anne Beikircher verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. Die beiden wohnten auf dem Katharinenhof in Schweinheim.

Katharinenhof

 
Am Katharinenhof in Schweinheim
 
Skulpturen am Katharinenhof

Am Rande des Kottenforsts im Bad Godesberger Ortsteil Schweinheim liegt der heutige Katharinenhof aus der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit der erhaltenen Scheune aus dem Jahr 1857. Das einstige Forsthaus und Ausflugslokal im typisch rheinischen Fachwerkstil wurde zwischen 1920 und 1941 als „Waldschenke Forsthaus Katharinenhof“, im Volksmund auch „Pannekooche Hoff“ genannt, betrieben und war anschließend von 1941 bis 2010 zu Wohnzwecken verpachtet. Seit dem Erwerb von der Stadt Bonn im Sommer 2011 lebten und arbeiteten die Eheleute Anne und Konrad Beikircher auf dem Katharinenhof und stellten das Hofgelände auch für Skulpturenausstellungen zur Verfügung.