Euskirchen
Euskirchen ist eine mittelgroße Stadt im Rheinland mit rund 60.000 Einwohnern und als Kreisstadt seit 1827 Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises Euskirchen.
Die Stadt liegt am nördlichen Rand der Eifel und rund 25 km von Bonn entfernt.
Durch das Stadtgebiet fließen der teilweise unterirdisch verlaufende Veybach sowie die Erft.
Euskirchen ist ein zentraler Knotenpunkt für den regionalen Personen-Nahverkehr. Hier kreuzen sich drei wichtige Bahnlinien, die Eifelstrecke (RE 12, RE 22, RB 24), die Voreifelbahn (S 23) und die Bördebahn (RB 28).
Geschichte
Euskirchen ist aus einer fränkischen Siedlung entstanden und wurde im Vertrag von Meersen aus dem Jahr 870 als "Augstchirche" erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1302 verlieh der damalige Landesherr Walram von Monschau-Falkenburg der Siedlung um die Martinskirche die Stadtrechte. Entsprechend feierte die Stadt im Jahr 2002 ihr 700-jähriges Stadtjubiläum.
Im späten Mittelalter entwickelte sich die Stadt im Herzogtum Jülich zu einer bedeutenden Festungsstadt und war seit dem 15. Jahrhundert Mithauptstadt des Herzogtums. Seit dem Jahr 1609 stand Euskirchen unter der Herrschaft der pfälzischen Wittelsbacher, dann ab 1794 unter französischer Besatzung unter Napoleon, bevor sie zu preußischer Zeit in 1827 zur Kreisstadt ernannt wurde. In dieser Zeit erfolgte auch der Ausbau der von Köln (B 51) und von Bonn (B 56) nach Euskirchen führenden Straßen, später auch die Weiterführungen nach Schleiden (L 266 in 1832/37), nach Düren (B 56 in 1837/39) und nach Münstereifel (B 51) bzw. Trier in 1839/41. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Euskirchen auch an das Eisenbahnnetz angeschlossen, zuerst am 6. Oktober 1864 an die Strecke nach Düren (Bördebahn).
Das LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller erinnert an die frühere Textilindustrie in der Stadt.
- vgl. dazu: Rheinischer Städteatlas Euskirchen
Burgen im Stadtgebiet:
Im Stadtgebiet befinden sich insgesamt zwölf Burgen, die auf der 45 Kilometer langen Euskirchener Burgenrunde von außen besichtigt werden können.
- Burg Flamersheim | Burg Großbüllesheim | Hardtburg | Burg Kessenich | Kleeburg | Große Burg Kleinbüllesheim | Burg Niederkastenholz | Burg Ringsheim | Burg Schweinheim | Burg Veynau | Obere Burg Kuchenheim | Untere Burg Kuchenheim.
Historischer Stadtführer:
Ein historischer Stadtführer auf euskirchen.de ist als virtueller Rundgang konzipiert.
- Stationen sind:
- Alter Markt | Altes Gymnasium | Annaturmplatz/Neuer Markt | Casino | Bahnhof | Kreishaus | Schlachthof | Dicker Turm | Dampfmühle Reuter | Erftanlage | Evangelische Kirche Euskirchen | Fresenturm | Friedhof | Kahlenturm | Kapuzinerkloster, Marienhospital, Altes Gymnasium | Kaserne an der Kommerner Straße | Katholische Pfarrkirche Herz-Jesu | Katholische Pfarrkirche St. Martin | Kirche und Kloster St. Matthias | Kolpinghaus | Kommerner Straße | Kölner Straße | Musikschule | Nordschule | Pitschenturm | Provinzial - Taubstummenanstalt an der Billiger Straße | Schillerpark | Stadtbefestigung | Stadthalle - Concordia | Stadtwald | Stuggsmühle | Synagoge | Tuchfabrik Bernhard und Hubert Becker | Tuchfabrik Josef Schiffmann jun. | Ursulinenschule, heute Willi-Graf-Realschule | Viehplätzchen.
- siehe dazu: euskirchen.de/historischer-stadtfuehrer
- Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind insbesondere der Rathausturm am Alter Markt im Stadtzentrum, der heute Teil der Fußgängerzone ist, die Sankt-Martin-Kirche an der Kirchstraße mit Ursprüngen im 7. Jahrhundert, die neugotische Herz-Jesu-Kirche sowie Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung und einige ihrer Stadttürme.
Kirchen
- Herz-Jesu-Kirche Euskirchen
- Kirche Sankt Matthias Euskirchen
- Kirche Sankt Martin Euskirchen
- Evangelische Kirche Euskirchen
Museen
- LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller zur Geschichte der Textilindustrie
- Stadtmuseum Euskirchen im Kulturhof zur lokalen Stadtgeschichte
Stadtteile
Euskirchen besteht neben der Kernstadt mit den Stadtvierteln Altstadt, Ost-, West-, Nord- und Südstadt aus 22 weiteren Stadtteilen:
- Billig, Dom-Esch, Elsig, Euenheim, Flamersheim, Frauenberg, Großbüllesheim, Kessenich, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kreuzweingarten, Rheder, Kuchenheim, Niederkastenholz, Oberwichterich, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wißkirchen und Wüschheim.
siehe auch

- Bahnhof Euskirchen
- Bahnhof Euskirchen-Kuchenheim
- Eifelstrecke (über Euskirchen, Kall und Gerolstein nach Trier)
- Erft und Erftauen
- Generalmajor-Freiherr-von-Gersdorff-Kaserne Euskirchen
- Mercator-Kaserne Euskirchen
- Regionalverkehr Köln GmbH
- Römische Wasserleitung
- Steinbachtalsperre
- Therme Euskirchen
- Voreifelbahn
- Wasserversorgungsverband Euskirchen-Swisttal (WES)
Weblinks und Quellen
KuLaDig:
Das Informationssystem KuLaDig (Kultur.Landschaft.Digital) dokumentiert die Kulturlandschaft und historische Bauwerke in Euskirchen und und der Voreifel. Erfasst sind sakrale Bauten, die Stadtgeschichte sowie Industriedenkkmale und Spuren der NS-Zeit.
- „Altes Rathaus Euskirchen“. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-103270-20140913-6 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Euskirchen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 253)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252220 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Jüdische Geschichte und Kultur in der Stadt Euskirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-204003 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Katholische Pfarrkirche Herz-Jesu in Euskirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-56165-20121031-5 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Erft mit Swist und Rotbach - Euskirchener Börde und Voreifel (KLB 25.05)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0024 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Synagoge Annaturmstraße Euskirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-42860-20120314-2 (Abgerufen: 24. August 2026)
- „Steinbachtalsperre bei Kirchheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-55827-20121023-3 (Abgerufen: 24. August 2026)