Obere Mühle Meckenheim
In Meckenheim werden seit dem Mittelalter zwei Kornmühlen genannt, darunter die Obere Mühle an der Swist mit Ursprüngen im 14. Jahrhundert, eines der wenigen erhaltenen historischen Gebäude der Stadt, anders als die ehemalige Untere Mühle, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde.
Der alte Fronhof (einst bei der Kirche St. Johannes der Täufer gelegen) mit seinen Ländereien und die Obere Mühle waren im Besitz des Bonner Cassius-Stifts. Die erste urkundliche Erwähnung zu Beginn des 15. Jahrhunderts nennt Pachtstreitigkeiten zwischen dem Cassiusstift und den Herren von Tomburg als Pächter.
Das Mühlenensemble besteht aus drei verschiedenen Gebäudeteilen, dem Wohnhaus, dem eigentlichen Mühlengebäude, dem Anbau sowie der Wasserführung, die vom Swistbach gespeist wird.
Nach der Säkularisation ging die Mühle in Privateigentum über und wurde mit Maschinenausstattung aus der Zeit um 1910 noch bis etwa 1972 betrieben.
Im Jahr 1992 erwarb die Stadt Meckenheim die ehemalige Getreidemühle und im Jahr 2003 wurde der Verein "Pro Obere Mühle Meckenheim e.V." gegründet, verbunden mit dem Ziel, bei der Instandsetzung der Anlage und der Nutzung als Besuchermühle mit ihrer komplett erhaltenen Mühlentechnik für museale, kulturelle und touristische Nutzung zu unterstützen.
Das historische Gebäude mit seiner funktionierenden Mühlentechnik soll der Stadt Meckenheim als Mühlen- und Geschichtsmuseum erhalten und zu einem touristischen Anziehungspunkt in der Region ausgebaut werden. Dazu gehören kulturelle Aktivitäten, die Zusammenarbeit mit Schulen, die Demonstration alter Handwerkstechniken und historische Aktionstage. Auch historische Traktoren werden hier regelmäßig im Rahmen von Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals gezeigt.
- Adresse: Obere Mühle 8a, 53340 Meckenheim
Literatur
- Barbara und Hans Otzen, 118 Ausflugsziele - Bonn-Rhein-Sieg-Kreis, Bonn 2023, S. 24 f.
Weblinks und Quellen
- meckenheimer-muehle.de
- „Obere Mühle in Meckenheim am Swistbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-9847-20110415-2 (Abgerufen: 4. August 2023)
- muehlenregion-rheinland.lvr.de
- Wikipedia-Eintrag