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Kirche Sankt Simon und Judas Hennef

Aus Bonn.wiki
Kirche Sankt Simon und Judas in Hennef

Die Kirche „St. Simon und Judas“ in Hennef (mit der Filialkirche St. Josef in Allner) gehört zum Pfarrverband Geistingen-Hennef-Rott.

Sie entstand im Jahr 1898 im neugotischen Stil - an Stelle mehrerer Vorgängerkirchen - nach den Plänen des Kölner Architekten Theodor Roß und prägt mit ihrem markanten Kirchturm das Ortsbild.

Der mit 74 m höchste Kirchturm im Rhein-Sieg-Kreis ist nach Süden ausgerichtet. Er wurde im Jahr 1967 abgetragen und bis 1973 in Ziegeln neu errichtet.

Geschichte

Ansicht der Kirche Sankt Simon und Judas in Hennef

Erstmals erwähnt wurde eine den heiligen Simon und Judas geweihte Kirche in einer Urkunde des Erzbischofs Anno II. aus dem Jahr 1064. Nach dem Tod Annos gab es zwischen der Abtei Siegburg und dem Bonner Cassiusstift Streit um die Besitzverhältnisse in Hennef, der 1132 durch Ausgleichszahlungen beigelegt wurde.

Zerstörungen im 17. Jahrhundert folgte im 18. Jahrhundert zunächst der Bau der Vorgängerkirche mit dem bis heute erhaltenen Kirchturm aus 1744 in unmittelbarer Nachbarschaft der heutigen Kirche.

Gut 100 Jahre später entstand das heutige neugotische Gotteshaus mit dem zwischen 1967 und 1973 neu errichteten Kirchturm und dem nach Norden ausgerichteten Chor und Altar.

Der Bau der Kirche begann seinerzeit im Jahr 1898. Am 24. September 1900 wurde sie von Erzbischof Hubert Theophil Simar geweiht.

Im Inneren der Kirche befindet sich ein handgeschnitzter Kreuzweg, der 1901 in St. Ulrich in Südtirol gefertigt wurde. Der moderne Tabernakel aus weißem Kalkstein stammt von dem Kölner Bildhauer Heinz Gernot, die Orgel der Kirche aus 2006 von der österreichischen Firma Rieger Orgelbau.

Kirchenfenster

Die heutige Kirche verfügt über einige ausdrucksstarke Kirchenfenster, darunter das „Drei-Hasen-Fenster“ und weitere Fenster des Künstlers Paul Weigmann aus dem Jahren 1975 und 1976.

Älteren Datums sind die von Eduard Horst zu Beginn der 1950-er Jahre gestalteten Fenster, etwa im Chor.

Auch einzelne zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltete Kirchenfenster sind noch erhalten geblieben.

siehe auch

Turm der Vorgängerkirche

Barocker Turm der Vorgängerkirche aus 1744

In unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche befindet sich der Kirchturm der barocken Vorgängerkirche aus dem 18. Jahrhundert, die im Jahr 1904 niedergelegt wurde. An den alten Kirchturm aus 1744 wurde stattdessen die Friedhofskapelle St. Johannes angebaut.