Friedrich-Wilhelm III.
Nachdem das Rheinland ab 1815 zu Preußen gehörte, stiftete König Friedrich Wilhelm III. am 18. Oktober 1818 die Bonner Universität.
Das repräsentative und immer noch das Stadtbild dominierende Hauptgebäude war einst als Stadtschloss des damaligen Kurfürsten erbaut worden. Friedrich-Wilhelm III. schenkte das Anwesen der neu gegründeten Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und gab ihr auch gleich seinen Namen. Die königliche Kabinettsorder, veröffentlicht am 18. Oktober 1818, stand am Ende einer vierjährigen Auseinandersetzung zwischen des Städten Köln und Bonn um die neue Hochschule im jetzt preußischen Rheinland, die mit elf Professoren begann, unter ihnen der Gründungsrektor und Historiker Prof. Karl Dietrich Hüllemann, August Wilhelm von Schlegel, Ernst Moritz Arndt oder Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck. Zur Gründung gab es vier gleichberechtigte Fakultäten: Philosophie, Medizin, Jurisprudenz sowie Theologie. Als Besonderheit im mehrheitlich katholischen Rheinland wurden von Beginn an sowohl eine evangelische als auch eine katholisch-theologische Fakultät eingerichtet. An der Juristischen Fakultät lehrten ab April 1819 unter anderem Karl Joseph Anton Mittermaier und Martin Wilhelm von der Laage.