Campus Poppelsdorf



Der Campus Poppelsdorf der Universität Bonn beherbergt mehrere Fakultäten.
Er erstreckt sich über ein Areal von mehr als 15 Hektar Größe, das früher insbesondere von der Landwirtschaftlichen Fakultät genutzt wurde.
Seit diese Einrichtungen auf Standorte außerhalb der Stadt verlagert worden sind, entsteht der zentrumsnahe Campus Poppelsdorf mit zahlreichen Neubauten für Forschung und Lehre, wobei der erste Bauabschnitt mit einem modernen Hörsaalgebäude und zwei großen Institutsbauten im Jahr 2017 fertiggestellt wurde.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW errichtete für die Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn auf den ehemaligen landwirtschaftlichen Versuchsfeldern am Standort Poppelsdorf einen neuen Teil des Campus. Neben den Neubauten wurden aber auch historische Gebäude umgenutzt, die unter Denkmalschutz stehen.
So wurde etwa das ehemalige Gebäude der Landwirtschaftskammer Rheinland an der Endenicher Allee ebenfalls denkmalkonform umgebaut und saniert. Dort konnte bereits 2009 das Mathematikzentrum der Universität einziehen.
Das imposanteste historische Gebäude in Poppelsdorf aber ist das Poppelsdorfer Schloss. Der Barockbau ging bereits 1818 unter der Herrschaft der Preußen ins Eigentum der Universität Bonn über und stand mit seinem Sanierungsbedarf ebenfalls im Fokus der Campusgestaltung. Erst Ende 2022 endeten fünf Jahre aufwändiger Sanierungszeit.
Auch die rheinische Gartentradition ist eng mit Poppelsdorf und den hier ansässigen Botanischen Gärten verknüpft. Diese Traditionslinien nimmt der neue Campus ebenfalls auf.
CAMPO
Vollständig modernisiert ist die Campusmensa Poppelsdorf, kurz: CAMPO, die zum Wintersemester 2016/2017 wiedereröffnet wurde.
Geschichte

Die 1818 neugegründete Bonner Universität richtete gleich zu Beginn im Poppelsdorfer Schloss ein Naturhistorisches Museum sowie Hörsäle, Laboratorien und Wohnräume für Professoren ein. Innerhalb des Schlossweihers wurde der Botanische Garten angelegt. Noch im 19. Jahrhundert wurde der Poppelsdorfer Universitäts-Campus auf das ehemals kurfürstliche Gelände beiderseits der Nussallee erweitert. Hier entstanden das Anatomische -, das Physiologische - und das Chemische Institut sowie mehrere Institute der Landwirtschaftlichen Hochschule/ Akademie zu Poppelsdorf.
Die sog. Alte Chemie beherbergt heute das Geographische Institut der Universität Bonn. Der historische Bau war ab 1863 in Planung und wurde bis 1867 errichtet als offenbar größtes Institutsgebäude der Welt in der Nachbarschaft des Poppelsdorfer Schlosses.

Das ehemalige Gebäude der Landwirtschaftskammer Rheinland an der Endenicher Allee in der Bonner Weststadt wurde in den Jahren 1915 bis 2004 von der Landwirtschaftskammer genutzt und steht seit 2009 den mathematischen Instituten der Universität Bonn als Mathematikzentrum zur Verfügung.
ÖPNV
Der Campus ist mit öffentlichen Verkehrsmittel ab Hauptbahnhof Bonn/ ZOB zu erreichen:
- Buslinie 602 in Richtung „Uniklinik Süd" und „Waldau" oder Buslinie 603 in Richtung „Röttgen Schleife".
- Ausstieg an den Haltestellen „Beringstraße" oder „Am Botanischen Garten"
- Ausstieg an der Haltestelle „Kaufmannstraße".
siehe auch
