Die Verbandsgemeinde Altenahr ist eine Gebietskörperschaft im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz mit rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Stadt Altenahr.

Altenahrer Ortsgemeinden

Der Verbandsgemeinde gehören neben Altenahr weitere 12 Ortsgemeinden an.

Ortsgemeinde Altenahr

Altenahr ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist hier die Ruine der Burg Are aus dem 12. Jahrhundert oberhalb von Altenahr. Im Ortskern befinden sich das Rathaus und die romanische Pfarrkirche Mariä Verkündigung aus dem 13. Jahrhundert. Über dem Altenahrer Ortsteil Kreuzberg erhebt sich die Burg Kreuzberg.

Ortsgemeinde Dernau

Dernau ist die zweitgrößte Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Altenahr. Besonders ist Dernau als Weinort für seine exzellenten Rotweine bekannt, insbesondere Spätburgunder, die hier an steilen Schieferterrassen gedeihen. Dernau mit seinem Ortsteil Marienthal liegt im Tal, eingebettet von Bergen. Auf dem „Krausberg" befindet sich ein Aussichtsturm mit einer Einkehrhütte, die vom Eifelverein bewirtschaftet wird.

Ortsgemeinde Mayschoß

Zur Ortsgemeinde Mayschoß gehört der westlich gelegene Ortsteil Laach. Hier ist die älteste noch bestehende Winzergenossenschaft ansässig. Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr wurde im Jahr 1868 als Winzerverein gegründet und 1869 in eine Genossenschaft umgewandelt. Zu den Sehenswürdigkeiten am Ort gehören die Ruine der Saffenburg oberhalb des Ahrtals und die Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Rochus.

Ortsgemeinde Rech

Rech liegt am Südufer der Ahr am Fuße des Steinerbergs, einer der höheren Berge des Ahrgebirges. In Rech befand sich mit der Nepomuk-Brücke die älteste noch erhaltene Ahrbrücke, die als einzige die große Flut von 1910 überstanden hatte. Durch die Flutkatastrophe am 14./ 15. Juli 2021 wurde die Brücke schwer beschädigt und ab dem 19. Juli 2023 abgebrochen.

Burg Are

Die einstige Höhenburg Burg Are wurde von 1095 bis 1105 zur Zeit von Graf Dietrich I. von Are erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt. Neben Teilen der Vorburg und eines Tores („Gymnicher Porz“) sind Reste der Wehrmauern erhalten sowie an der Südseite ein alter Torturm („Schellenturm“), daneben die Ruine des Palas sowie die Reste der romanischen Burgkapelle aus dem 12. Jahrhundert.

Burg Kreuzberg

Burg Kreuzberg liegt oberhalb des Ortsteils Kreuzberg und nahe der Ahr. Die um 1343 erbaute Burg wurde um 1686 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs zerstört und an gleicher Stelle um 1760 neu errichtet. Sie befindet sich seit 1820 im Privatbesitz.

Eisenbahn

Seit dem 18. September 1880 ist Altenahr an die Eisenbahnstrecke im Ahrtal angeschlossen.

Bahnstationen in Altenahr sind Altenahr (seit 1880), Ahrbrück (seit 1900), Dernau (seit 1880), Kreuzberg/ Ahr (seit 1880), Mayschoß (seit 1880) und Rech (seit 1880).

Kirche Mariä Verkündigung

Die Kirche Mariä Verkündigung in Altenahr wurde nach der Erbauung der Burg Are als romanische Basilika errichtet und in 1166 erstmals urkundlich erwähnt. Es entstand eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit einer romanischen Apsis. An den romanischen Bau wurde der im Mai 1326 eingeweihte gotische Chor angebaut. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert. Das südliche Querschiff mit einer großen Freitreppe und der nördliche Turm wurden angebaut und das Langhaus verlängert. Dabei erhielten in 1892 und 1893 die Fenster der Querschiffe ihre heutige Form.

Kloster Marienthal

Das Kloster Marienthal ist ein ehemaliges Augustinerinnenkloster in Marienthal, einem Ortsteil von Dernau. Es wurde 1137 gegründet und ist das älteste Kloster des Ahrtals. Erhalten geblieben sind die Ruine der gotischen Klosterkirche, einzelne Gebäudeteile und das Äbtissinnenhaus. Das 1802 säkularisierte Ordenshaus wurde im Jahr 1925 Sitz der Staatlichen Weinbaudomäne. Seit 1952 war die Domäne des Landes Rheinland Pfalz der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Ahrweiler angeschlossen. Im Jahr 2004 wurde das Staatsweingut an die heutige Weingut Kloster Marienthal KG verkauft.

siehe auch

Wandern

KuLaDig:

Mittelahr Bote: