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Alaunbach

Aus Bonn.wiki

Der Alaunbach ist ein Zufluss des Vilicher Bachs im Bonner Stadtbezirk Beuel mit 2,51 Kilometern Länge.

Der Bach verläuft unter anderem im Bereich der Glückstraße und nimmt den Teufelsbach als Zufluss auf. Er mündet bei der Siegburger Straße in den Vilicher Bach, der hier auch Mühlenbach heißt.

Aus der Geschichte

Gemäß einer Vereinbarung aus dem Jahre 1822 zwischen Bauern von Bechlinghoven und Holzlar und dem Bergmeister Leopold Bleibtreu entstand ein „Abzugs-Graben“ zur Aufnahme von Abwässern aus den beiden von Bleibtreu betriebenen Alaunhütten [1], wobei der Alaunbach fortan als offener Abwassergraben für die Abwässer aus der Alaunhütte II diente, während der Teufelsbach (ein etwa 800 m langer Zufluss des Alaunbachs) die Abwässer aus den Halden der Alaunhütte I (an der Pützchens Chaussee) sammelte.

In den Alaunbach floss auch das eisenreiche rote Wasser aus den alten Tonerde- und Braunkohleminen am Ort.

Braunkohle und Alaun

Geschichtsweg Braunkohle + Alaun im Ennert

Im Jahr 1757 begann der Braunkohleabbau am Ort, wahrscheinlich am oberen Wolfsbach. Auch die Brüder Leopold und Abraham Bleibtreu kauften ab 1804 Grundstücke in Holzlar-Kohlkaul und Holzlar-Gielgen auf, um Braunkohle zu fördern. Sie experimentierten auch mit dem Alaun-Gehalt der Kohle und erhielten 1806 eine Alaunhüttenkonzession. Die erste von später drei Alaunhütten im Ennert befand sich an der Pützchens Chaussee. Bis heute erhalten ist dort das Verwaltungsgebäude (jetzt Forschungsstelle für Jagdkunde). An die Kohle- und Alaungewinnung erinnert der Geschichtsweg Braunkohle + Alaun. [2]

Gewässerschutz und Bachentwicklungsplanung

Der Bachentwicklungsplan (BEP), der am 1. Februar 1989 vom Rat der Stadt Bonn beschlossen und im Jahr 2008 fortgeschrieben wurde, enthält für jeden der 47 Wasserläufe im Bonner Stadtgebiet eine Beschreibung der charakteristischen Merkmale, wie z.B. Ufergestaltung und Ufernutzung, Bachsohlenausformung sowie Entwicklungsmaßnahmen.

Die wichtigsten Ziele des BEP sind die Offenlegung und die naturnahe Gestaltung von Bachläufen sowie die Bachbegrünung. Die Hauptaufgabe des BEP besteht darin, die ökologischen und wertvollen Bachbereiche im Bonner Stadtgebiet umfassend zu sichern.

siehe auch

Einzelnachweise:

  1. Rudolf Cramer, Hermann Thiebes, Die Honschaft Holzlar, Bechlinghoven und Kohlkaul mit ihrem Weistum von 1646, Studien zur Heimatgeschichte des Stadtbezirks Bonn-Beuel - Heft 28, 1994, S. 89–90
  2. Informationen des Denkmal- und Geschichtsverein Bonn rrh. zum Geschichtsweg Braunkohle + Alaun