Aalschokker Aranka in Bad Honnef
Der ehemalige Kutter der letzten Aalfischer-Familie am Ort, der Aalschokker Aranka aus dem Jahr 1917, liegt heute bei der Bad Honnefer Rheininsel Grafenwerth nahe der Grafenwerther Brücke für immer vor Anker und dient als nettes Fotomotiv.

Foto: Hans-Dieter Weber.
Mit Hilfe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Aalkomitees Bad Honnef wurde er Ende der 1990-er Jahre restauriert. Und in Erinnerung an vergangene Zeiten küren die Honnefer seit 2003 jährlich ihren „Aalkönig“, der auch schon mal eine Aalkönigin sei kann, wie etwa 2018 die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer oder 2023 die Vizepräsidentin des Europaparlaments Katarina Barley.
In 2023 feierte das Bad Honnefer Aalkönigkomitee sein 20-jähriges Jubiläum. Rund 850.000 Euro wurden bis dahin gesammelt.
Heute werden mit dem Erlös des Aalkönigsfestes in Bad Honnef Kinder- und Jugendprojekte unterstützt.
Geschichtsweg Bad Honnef
Der Geschichtsweg Bad Honnef führt durch die Ortsteile der Stadt und macht mit Hinweistafeln auf die historische Bedeutung von Gebäuden, Straßen und Plätzen aufmerksam, auch zum Aalschokker Aranka, der im alten Rheinarm vor Anker liegt.
Das historische Aalfangboot Aranka, ist ein historisches Zeugnis des Fischfangs im Rhein. Das 1917 in den Niederlanden erbaute Schiff misst 16 Meter in der Länge, 5,50 Meter in der Breite und wiegt rund 30 Tonnen.
Noch bis in die 1980-er Jahre verdiente die Bad Honnefer Fischerfamilie Jansen mit und auf der Aranka (was mit „die Goldene“ übersetzt werden kann) ihren Lebensunterhalt. Als der Aalschokker zu Beginn der 1990-er Jahre verkauft werden sollte, sammelte eine engagierte Bürgerschaft Spenden. Mit der zusätzlichen Förderung des LVR und der NRW-Stiftung konnte er gekauft und restauriert werden.
Literatur
- Karl-Heinz Zuber, Rhein-Sieg-Kreis, Erfurt 2021, S. 10 f.
- Ursula Gilbert, Michael Klein, 111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss, Köln 2023