Sibylle Mertens-Schaaffhausen

Sibylle Mertens-Schaaffhausen (* 29. Januar 1797 in Köln † 22. Oktober 1857 in Rom), auch Reichsgräfin genannt, war Archäologin, Historikerin, Numismatikerin, Musikerin, Mäzenatin, Kunstsammlerin und Mitbegründerin des Kölner Dombauvereins. Ihr Vater, der Bankier Abraham Schaaffhausen, war seinerzeit einer der reichsten Männer des Rheinlands. Verheiratet war sie mit dem Bonner Kaufmann Ludwig „Louis“ Mertens.

Die Bonner Villen von Sibylle Mertens-Schaaffhausen in der Wilhelmstraße und auf Gut Auerhof in Plittersdorf - heute Haus Carstanjen - waren Anfang des 19. Jahrhunderts Treffpunkte für die Gesellschaft aus Bonn und dem Umland. Eine Sommerresidenz gab es auf dem Petersberg, wo heute das Hotel Steigenberger steht.

Zu ihrem Freundeskreis zählten Annette von Droste-Hülshoff, die Autorin Anna Jameson, Adele Schopenhauer (die Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer) oder Goethes Schwiegertochter Ottilie. Mit Adele Schopenhauer führte sie ab 1826 eine Lebensgemeinschaft. An diese Freundin erinnert ein italienisch beschrifteter Grabstein auf dem Alten Friedhof in Bonn.

Die „Rheingräfin“ selbst verstarb am 22. Oktober 1857 in Rom. Sie wurde auf dem Friedhof „Campo Santo Teutonico“, dem Friedhof der Deutschen und der Flamen, neben dem Petersdom in Rom bestattet und hinterließ 6 Kinder und 21 Enkel.