Oberer Lyngsberg
Die Wohnanlage „Oberer Lyngsberg“ im Bonner Stadtteil Heiderhof ist 2026 offiziell als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Bonn eingetragen worden. Ausgangspunkt des Verfahrens war ein Gutachten des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) vom 19. Mai 2025, das den Denkmalwert der Wohnanlage feststellte.
Die Wohnanlage innerhalb des Areals zwischen Philosophenring und Heiderhofring wurde unter Schutz gestellt, da sie ein herausragendes Beispiel für die städtebauliche und architektonische Gestaltung der 1970-er und 1980-er Jahre darstellt. Schutzgegenstand ist die Wohnanlage als gestaltete Gesamtheit bestehend aus Wohngebäuden, dem zugehörigen gestalteten Außenraum sowie der Verkehrsinfrastruktur (Straßen- und Wegenetz).
Das Viertel "Oberer Lyngsberg" entstand auf einem ehemaligen Abbaugelände von Quarzit und Ton. An den früheren Tagebau erinnern noch einige Teiche. Das Gelände auf dem Heiderhof wurde terrassenweise eingeebnet, sodass es bebaut werden konnte. Dabei kam in die stillgelegte Grube an der Kreuzung Nietzschestraße/Philosophenring 1968 auch der Erdaushub des Godesberger Hertie-Baus, an dessen Stelle heute die Fronhofer Galeria steht.
- vgl. dazu den Artikel im Bonner General-Anzeiger vom 17. Novemer 2021: Mit der Schmalspurbahn vom Heiderhof zum Rhein hinunter