Martinsplatz
Der Martinsplatz, eigentlich mehr ein Verkehrsknoten, liegt an den Straßen Am Hof, Am Neutor und Wesselstraße, zwischen dem Münster und der Kaiserpassage. Er ist nach dem heiligen Martin von Tours (317 – 397) benannt.


In den Straßenbelag mit Pflastersteinen eingelassen sind die Umrisse der früheren St. Martin-Kirche. Die kleine Pfarrkirche wurde bereits während der napoleonischen Besatzung von Bonn abgerissen.
An der Mauer zur Münster-Basilika zeigt ein Bronze-Relief die Lebensstationen des Hl. Martin.
Außerdem liegen hier die aus Stein gemeißelten Köpfe der Stadtpatrone Cassius und Florentius. Der Legende nach stammten die beiden aus Theben und waren römische Legionäre im Rheinland, die aufgrund ihres christ- lichen Glaubens gefangen genommen und enthauptet wurden. Der Künstler und Bildhauer Iskender Yediler stellte in dieser Form ihr Martyrium dar.
Die Information auf der Bodenplatte Lautet: „Im Jahre 2002 schuf der türkische Bildhauer Iskender Yediler (geb. 1953) die Köpfe der Heiligen Cassius und Florentius, die angeblich 304 in Bonn enthauptet wurden. Wie Darstellungen im Münster erinnern sie an die beiden Schutzpatrone der Stadt. Als Märtyrer der Thebäischen Legion ruhen ihre Gebeine in der Krypta. Die Legende berichtet, dass die Kaiserin Helena um das Jahr 310 ihnen zu Ehren diese Kirche errichten ließ.“
Weblinks und Quellen
- „Martinsbrunnen in Bonn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-284557 (Abgerufen: 10. September 2023)
- Rainer Selmann, Platz da! - Ein Blick in die Bonner Geschichte, Teil 8: Der Martinsplatz, in: Schnüss 8/ 2026, S. 6