Die City-Terrassen, ehemals: Altstadt-Center, ist ein Komplex aus Wohn- und Geschäftshäusern in der Innenstadt von Bad Godesberg, der in den 1970-er Jahren errichtet und 1980 eingeweiht wurde.

City Bad Godesberg und Godesburg
Foto: Hans-Dieter Weber

Er beherbergt neben der größten Godesberger Tiefgarage einen großen Godesberger Supermarkt und nicht zuletzt 158 Wohnungen. Der am Fuß der Godesburg zur Godesberger Innenstadt hin terrassenförmig angelegte Gebäudekomplex verfügt zudem über Geschäfte und gastronomische Betriebe.

Das ursprünglich „Altstadt-Center“ genannte Bauwerk entstand in den 1970-er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Rahmen der Godesberger Altstadtsanierung und war von Anfang an wegen seiner Dimensionen, aber auch wegen seiner Architektur umstritten.

Geschichte

Große Teile des alten Godesberg sind vor mehr als 50 Jahren den Stadtsanierern zum Opfer gefallen, vor allem das so genannte „Knolleveedel“ rings um die Marienkirche musste u.a. zugunsten des Betonriesen „Altstadt-Center“, das später „City-Terrassen“ genannt wurde, weichen.

Dieser wegen seiner Monumentalität heftig umstrittene Komplex lagerte sich vor den Burgberg, während die Burgstraße in der Folge ihren Geschäftscharakter endgültig verloren hat.

Auch in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 24. Juli 2015 fiel das Urteil dazu eindeutig aus: „In Bad Godesberg haben Jahrzehnte der Planungswut eine der schönsten Altstädte des Rheinlandes vernichtet“, hieß es da. Und: „Nicht die Bomber der Royal Air Force haben Bad Godesberg zerstört wie so viele andere Orte, nicht die heftigen Kämpfe um das Rheinland im Frühjahr 1945, vor denen es wundersam verschont blieb. Es waren die Stadtplaner.“ Daran ändere auch ein Blumenbouquet am Eingang des Schauspielhauses nicht viel.

In Bad Godesberg begann die Altstadtsanierung bereits in den 1960er-Jahren. Bonn als Regierungssitz zog viele Bedienstete auch nach Bad Godesberg, was zu viel Verkehr in den viel zu engen Gassen führte. Dazu wurde großflächig abgerissen, einschließlich der Verbreiterung und Begradigung der Burgstraße. Der hier verlaufende Godesbach wurde getunnelt und auch Godesbergs „Knolleveedel“ war Vergangenheit.

Das Altstadt-Center, erbaut bis 1980, überragt seither die Fußgängerzone mit gekachelten Fassaden. Ein urbaner Begegnungsraum sollte hier über der Stadt und unter der Burg entstehen, eine städtebauliche Verbindung zur Burg geschaffen werden, eine Verbindung, die es so in der Historie nie gegeben hatte. Und auch der neue Weg von der Innenstadt hinauf zum Altstadt-Center und von dort steil hinaus zur alten Festung war wenig gefragt.

Das Center, das unter Beteiligung des Stararchitekten Gottfried Böhm entstanden war, war als „Podest für die Godesburg“ gedacht und wurde eher zu einem Labyrinth aus Betonwegen und dunklen Winkeln. Am Michaelplatz wurde im Jahr 1980 auch der Treppenbrunnen von Gottfried Böhm am Aufgang zum damaligen Altstadtcenter eingeweiht, ein künstlicher Wasserlauf von etwa fünf Meter Länge aus Basaltlava und Backstein.

Das Center gibt es inzwischen seit mehr als 45 Jahren. Ein Teil des alten Bad Godesberg musste dafür weichen. Mehrfach haben die City-Terrassen, wie sie heute heißen, bisher die Besitzer gewechselt. Dabei konnte der Komplex mit 8.470 Quadratmetern Gewerbefläche und 13.100 Quadratmetern Wohnfläche zuletzt sein Image aufpolieren.

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