Kurorte im Ahrtal
Im unteren Ahrtal, entlang des Rheins bis nach Bad Godesberg sowie im unteren Brohltal gibt es eine beachtliche Zahl von aktiven und ehemaligen Kurorten, wobei das Kur- und Bäderwesen in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung verloren hat.
Die Basis für die Entwicklung der einst bedeutenden Bäderkultur sind die Mineralwasservorkommen, die eine Verbindung zum quartären Vulkanismus haben, besonders das Vulkanfeld der Osteifel rund um den Laacher See mit seinen Ausläufern nach Norden bis hin zum tertiären Vulkanfeld des Siebengebirges.
Im Rheinischen Schiefergebirge, wozu auch das Ahrtal gehört, sind Mineral- und Thermalwässer an rund 400 Orten bekannt. Mit der Erbohrung von Heilquellen in Sinzig, Neuenahr, Bodendorf, Niederbreisig und Kripp begann im 19. und 20. Jahrhundert die Geschichte der Kurorte im Kreis Ahrweiler. Die wohl berühmteste Quelle im Kreis ist die Apollinaris-Quelle. Von Georg Kreuzberg 1851 entdeckt begründete sie den Aufstieg von Bad Neuenahr zu einem führenden Heilbad im 19. und 20. Jahrhundert. Bis 1904 wurden bereits sechs verschiedene Quellen in Bad Neuenahr erbohrt. Allein in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sind heute etwa 15 Vorkommen bekannt.
Der Mineraliengehalt des Mineralwassers im Ahrtal liegt ungefähr zwischen 2 und 5,5 g/l. An einigen Stellen im Ahrtal handelt es sich um Thermalwässer, bei denen die Temperaturen mit über 21° C (bis 36° C) erhöht sind.
siehe auch
Weblinks und Quellen
- Jürgen Haffke (2024), „Kurorte im Ahrtal, Brohltal und am Unteren Mittelrhein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-354137 (Abgerufen: 28. Februar 2026)
- Heike Wernz-Kaiser (2024), Oliver Göbel (2024), Elmar Knieps (2024), Anton Simons (2024), „Mineral- und Heilquellen in der Ahr- und Osteifel sowie am Unteren Mittelrhein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-354138 (Abgerufen: 28. Februar 2026)