Wichelshof
Der Wichelshof am Bonner Rheinufer gehört zu den frühen mittelalterlichen Gründungen und ist seit dem Jahr 948 urkundlich belegt. Er gehörte zum frühmittelalterlichen Siedlungsbereich um das Kloster Dietkirchen. Im Gebiet der heutigen Nordstadt befand sich ein Dorf, das nach der frühen Dietkirche benannt war, der ersten Pfarrkirche im Bonner Raum.
Schon im 18. Jahrhundert wurden hier die ersten archäologischen Grabungen durchgeführt und Teile des ehemaligen Römerlagers sowie viele Einzelfunde freigelegt. Unterhalb dieser einstigen fränkischen Hofanlage befindet sich im Mauerwerk auch eine Hinweistafel auf ein ehemaliges Tor der Castra Bonnensia.
Im Gebiet des einstigen Römerlagers und an der Stelle der mittelalterlichen Hofanlage aus dem 10. Jahrhundert, entstand ab der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die heute vierflügelige Anlage nahe dem Rheinufer in einem Landschaftspark. Zu dem Ensemble gehören neben dem Wohnhaus das sogenannte Barockhaus, ein barockes Pförtnerhaus sowie eine Remise und eine Scheune aus dem 19. Jahrhundert.
In unmittelbarer Nähe zum Rhein befindet sich auch die Studentenwohnanlage Am Wichelshof, eine achtstöckige Wohnanlage aus 1963, die 2002 komplett saniert und modernisiert wurde und über 156 Einzelzimmer sowie vier Halbappartements verfügt.
Weblinks und Quellen
- „Benediktinerinnenkloster Dietkirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13306-20110714-9 (Abgerufen: 13. Juni 2023)
- Wikipedia-Eintrag