Das Rathaus in Siegburg entstand nach Plänen des Kölner Architekt Peter Busmann im Jahr 1962, wobei damals auch ein kleiner Platz als Abschluss entworfen wurde. Im Jahr 1968 weihte die Stadt dann ihren neuen Verwaltungssitz ein. Anders als geplant wurde seinerzeit aber auch der vor dem Rathaus gelegene Nogenter Platz bebaut, sehr zum Ärger des Architekten.

Sanierungsarbeiten am Rathaus in Siegburg im April 2025

Ende 2018 haben sich die Siegburger Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid mehrheitlich für den Erhalt und die Sanierung des Rathauses ausgesprochen und gegen einen Neubau auf dem nahe gelegenen sog. Allianz-Parkplatz. Mehr als 50 Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes waren handfeste Mängel zu beseitigen.

Seit dem Beginn der Rathaus-Sanierung im Jahr 2021 wurde das Gebäude bis auf sein Stahlbetonskelett entkernt und wieder aufgebaut. Die Rathaussanierung in Siegburg war nach vier Jahren abgeschlossen und Politik und Verwaltung kehrten zurück. Der Ratssaal präsentierte sich bei der Ratssitzung am 6. November 2025 als deutlich hellerer Raum, mit Parkett, neuen Möbeln und einer Glaskuppel als zusätzlicher Lichtquelle. Nach der Kommunalwahl im September 2025 kam der Rat an diesem Tag im sanierten Rathaus zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

  • Adresse: Nogenter Platz 10, 53721 Siegburg

Rathaus-Sanierung

Bereits zum Ende des Jahres 2024 sollten die rund 300 Mitarbeiter/innen der Stadt Siegburg ihre Arbeit wieder im sanierten Rathaus am Nogenter Platz aufnehmen. Tatsächlich hat sich seit Beginn der Rathaus-Sanierung im Jahr 2021 der Fertigstellungstermin wiederholt nach hinten verschoben. Die geschätzten Baukosten liegen inzwischen bei rund 42 Millionen Euro, bei Bundesfördermitteln von rund neun Millionen Euro, weil bei der Rathaus-Sanierung auch auf Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit gesetzt wurde, so dass der Bund die Sanierung aus dem Programm „Klimaschutzziele 2030“ unterstützte.

Eine Reaktion auf eine veränderte Arbeitswelt und die Optionen des mobilen Arbeitens ist, dass im Vergleich zu früher im sanierten Rathaus künftig nur noch 50 Prozent der Arbeitsplätze vorhanden sind. Und jeder Abteilung der Stadtverwaltung wurde ein bestimmter Bereich in einer Etage zugewiesen, wo sich mehrere Mitarbeitende einen Arbeitsplatz teilen. Die neu enstandene fünfte Etage bietet einen größeren Besprechungsraum und einen rundum laufenden Balkon mit weitem Blick in die Umgebung.

Vom Rathaus-Trakt, in dem der Ratssaal und die Zimmer der Fraktionen liegen, führt unverändert die große Treppe vom Sitzungssaal hinunter ins Erdgeschoss. Ein weiterer Zugang von Außen kommt hinzu und eine neue Lichtkuppel macht den Ratssaal deutlich heller. Verbindendes Element im Übergang zwischen Verwaltung und Politik ist hier das neue Bürgermeister-Büro.

  • vgl. dazu:
ga.de vom 14. November 2024
ga.de vom 9. Juli 2025

Siegburger Bilderfries

Im Rahmen der Sanierung des Siegburger Rathauses wurde der Künstler Udo Zembok mit der Gestaltung der bodentiefen Verglasungen im Erdgeschoss des Verwaltungstrakts in Richtung Nogenter Platz/ Friedensplatz beauftragt. Das Kunstprojekt „Siegburger Bilderfries“ zeigt von innen wie von außen Stadtgeschichte in Form aneinandergereihter Porträts von Siegburger Persönlichkeiten.

siehe auch