Pädagogische Akademie Bonn
In Preußen galt in den 1920-er Jahren eine Neuordnung der Lehrerbildung, wobei eine Reifeprüfung und ein hochschulmäßiges Studium für Volksschullehrer vorausgesetzt wurden. Die für die Rheinprovinz gegründete „Pädagogische Akademie“ wurde in Bonn eingerichtet, zunächst in der Wilhelmschule, welche nach diversen Umbauten am 1. Mai 1926 als Akademie eingeweiht wurde. Ein Neubau entstand dann zwischen 1930 und 1933 nach den Plänen von Martin Witte im Bonner Süden. Bei der Einweihung der Pädagogischen Akademie in der Gronau war diesevseinerzeit das modernste Gebäude Bonns. Ab 1948 wurde es derbSitz des Parlamentarischen Rats und dann Bundeshaus.
Die Pädagogische Akademie zog in die umgebaute Karlsschule in die Nordstadt, bevor dann zwischen 1957 und 1965 an der Römerstraße ein Neubau und in den 1970-er Jahren weitere Erweiterungsbauten entstanden. Es entstand Anfang der 1970-er ein Komplex aus mehreren miteinander verbundene Einzelbauten als Teil der damaligen Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Bonn.
In dem zwölfstöckigen Hochhaus waren seither die pädagogische Fakultät und die Informatik-Abteilung der Universität Bonn untergebracht. Nach der Entdeckung von Schadstoffen in der Rauminnenluft wurde dieses Gebäude im Jahr 2010 geräumt.
Inzwischen steht das schadstoffbelastete Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Fakultät in Bonn-Castell bereits seit vielen Jahren leer. Schon abgerissen wurden 2021 und 2022 die Bibliothek, das Sportinstitut, die Mensa und die Tiefgarage. Im Altbau an der Römerstraße 164 werden noch Hörsäle, Seminarräume, Büroräume und Räume für Labore genutzt. Der Hochschulsport findet in einer Dreifachsporthalle und einer kleinen Sporthalle statt und soll offenbar auch während der weiteren Bauarbeiten auf dem Gelände erhalten bleiben.
Nach einer für 2024 ausgeschriebenen Schadstoffsanierung und -entsorgung soll das Hochhaus ober- und unterirdisch abgebrochen werden.
Weblinks und Quellen
- Informationen auf bonn.de
- „Universitätsgebäude der pädagogischen Fakultät”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-354120 (Abgerufen: 7. März 2025)