Unkeler Burg
Das Herresdorfsche Haus (richtig: Herrestorffsches Haus, auch: Burg Unkel) ist ein historisches Gebäude in der Unkeler Kirchstrasse, direkt am Rhein gelegen.

Der dreiflügelige Gebäudekomplex über der Rheinpromenade in Unkel (neben der Pfarrkirche St. Pantaleon) wird auch Unkeler Burg genannt, obwohl er diese Funktion nie hatte.
Während im 16. Jahrhundert die Unkeler Familie Salzfass als Eigentümerin genannt wird, kaufte 1669 der örtliche Schultheiß Arnold von Herrestorff das Anwesen und baute 1673 den Südflügel, der 1766 erneuert wurde. Der Westflügel entstand 1781, als Franz Caspar von Herrestorff ein neues Wohnhaus anstelle eines Wirtschaftsgebäudes errichtete. Eine weitere Umgestaltung erfolgte 1838 unter dem neuen Eigentümer Eberhard Freiherr von Geyr-Schweppenburg. Nach Abriss des Ostflügel wurde ein neues höheres Wohnhaus errichtet.
Im Jahr 1917 kaufte der rheinische Zentrumsführer Carl Trimborn die Burg Unkel, nach dem auch der Platz an der Mariensäule benannt ist. Seine Tochter Clary Trimborn (1888-1913) begründete durch ihre Heirat mit Edgar von Hobe (von 1923 bis 1933 (sowie kurzzeitig 1945) Landrat des ehemaligen Landkreises Bonn) die Familie der heutigen Eigentümer.
Die Mariensäule an der Mauer des Anwesens wurde 1885 von Christine Neven DuMont gestiftet, deren Sohn im Kindesalter verstorben war.