Die neue Tongrube in Röttgen entstand in den 1960-er Jahren durch den Ton-Tagebau am Ort, der jedoch schon 20 Jahre später wieder eingestellt wurde. Anschließend wurde das Gelände, in dessen Nachbarschaft eine Neubausiedlung entstand, umfangreich rekultiviert.

In Röttgen befanden sich einst zwei Tongruben, die „alte“ mit Mühlwerk zum Mahlen von trockenem Ton, und die „neue“ beim Schlossplatz, in der weißer Ton abgebaut wurde. Bereits seit den 1920-er Jahren bestimmte der Tonabbau das Röttgener Ortsbild maßgeblich. Die „Alte Tongrube“ befand sich am heutigen Tennisplatz. Von dieser Tongrube führte einst eine Feldbahn entlang der Flerzheimer Allee bis zum Bahnhof Kottenforst.

Die durch den späteren Tonabbau entstandene Vertiefung an der „neuen“ Tongrube füllt heute ein kleiner See, der samt Uferzonen unter Naturschutz steht. Die eigentliche Grube wurde geflutet, und so zeigt sich nun dort ein 1.700 Quadratmeter großer, maximal sechs Meter tiefer See – eines der größten stillen Gewässer am Ort.

Der See hat dank einer oberirdischen Quelle einen natürlichen Zu- und Ablauf. In dem neuen Landschaftsschutz-, aber gleichzeitig auch Erholungsgebiet zwischen Villiper Allee, Schlossplatz und Hobsweg mit seinen insgesamt 13 Hektar lassen sich heute mehr als 20 verschiedene Baum- und Straucharten finden und viele heimische Singvogelarten, Fischreiher und Enten, aber auch Wasserfledermäuse beobachten. Im See selbst (Achtung: Baden verboten!) sind längst etliche Fischarten heimisch geworden.

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