Johannistürmchen Siegburg

Führt der Weg zum Siegburger Michaelsberg über den Felsengarten, wird das Johannistürmchen erreicht.
Der kleine Turm war Teil einer um das Jahr 800 erbauten Wehranlage und erhielt seinen Namen von der Johannes-Kapelle auf dem Gelände. Im Jahr 1064 wurde das Türmchen mit dem erhaltenen Wehrgang Teil der neu gegründeten Abtei St. Michael.
Als Überbleibsel der alten Wehranlage wurde der mittelalterliche Verteidigungsturm der ursprünglichen Burg der Ezzonen noch vor der Abteigründung in 1050 gebaut.
Die Ezzonen waren ein hochadeliges und bedeutendes Geschlecht der ottonischen und salischen Zeit. Mitte des 11. Jahrhunderts zogen sie sich nach Süden zurück, wo sie ein als "Pfalz" bezeichnetes Territorium aufbauen. Auch die mächtige Burganlage auf dem Siegberg wurde damals geschleift und an Anno abgetreten, sodass hier ein Kloster errichtet wurde.
siehe auch
Weblinks und Quellen
- „Johannistürmchen mit Wehrgang”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-3728-20110120-3 (Abgerufen: 8. Februar 2026)
- siegburg.de/infostelen-michaelsberg/stele-09-johannistuermchen-und-garten