Naturschutzgebiete
In Bonn gibt es etliche Naturschutzgebiete, zu denen die Tannenbuscher Düne, der Rodderberg, Weiers Wiesen in Holzlar, das Katzenlochbachtal, die frühere Tongrube Röttgen sowie der Ennert und Teile der Siegmündung gehören. Schutzgebiete sind durch dreieckige Hinweisschilder gekennzeichnet, die in einem grünen Rahmen einen Seeadler auf weißem Grund zeigen. Der Natur- und Landschaftsschutz zielt darauf ab, Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Raum so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, dass u.a. die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind. In Naturschutzgebieten ist es verboten, Flächen außerhalb von Straßen und Wegen zu betreten, Hunde frei laufen zu lassen und Pflanzen und Tiere „zu entnehmen“, wie es so schön amtlich heißt.

Bonn kann derzeit elf Naturschutzgebiete (NSG) sein eigen nennen. Geschützt sind sehr unterschiedliche Lebensräume – die Vielfalt reicht von Magerrasen, Glatthaferwiesen über Kopfweidenbestände und Feuchtwiesen bis hin zu Erlenbruchwäldern, Buchen- und Eichenwäldern und nicht zuletzt Fließ- und Stillgewässern.
Bonner Naturschutzgebiete (NSG)
- Das 2.457 ha umfassende und im Südwesten von Bonn liegende Waldgebiet Kottenforst, das 2004 unter Schutz gestellt wurde mit dem „Katzenlochbachtal” und der Naturwaldzelle „Probstforst”.
- Der 496,3 ha große Ennert als Bonner Teilgebiet des Naturschutzgebiets Siebengebirge.
- Das Wolfsbachtal zwischen Gielgen und Heidebergen (Größe 13 ha).
- Die 1985 als Schutzgebiet ausgewiesene Siegmündung. Die geschützte Fläche beträgt 151 ha.
- Der 1927 unter Schutz gestellte Rodderberg, ein ehemaliger Vulkan an der Südgrenze von Bonn. Die geschützte Fläche auf Bonner Stadtgebiet beträgt 33 ha.
- Das NSG Weiers Wiesen als Relikt der früher weiter verbreiteten Feuchtwiesen bei Beuel - Holzlar (3,3 ha).
- Das ebenfalls bei Holzlar gelegene NSG “Nasswiesen und Bruchwald Kohlkaul“ (15 ha), das im Jahr 2004 im Rahmen des neuen Landschaftsplanes „Ennert” ausgewiesen wurde.
- Das benachbarte, ebenso im Rahmen des neuen Landschaftsplanes „Ennert” geschaffene NSG „Feuchte Grünlandbrachen und Mähweiden Kohlkaul“ (8,5 ha).
- Die Tannenbuscher Düne als 3 ha großes Überbleibsel einer Binnendüne im Bonner Norden, die 1989 unter Schutz gestellt wurde.
- Der ehemalige Basaltsteinbruch Lyngsberg (5,4 ha) wurde 2013 im Rahmen des Landschaftsplans Kottenforst unter Schutz gestellt.
- Gleiches gilt für das Melbtal, das 2013 auf ca. 20 ha als NSG ausgewiesen wurde.
Weblinks
- www.bonn.de/umwelt-natur/naturschutzgebiete
- Gerrit Klosterhuis, „Streuobstwiesen in Bonn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-287778 (Abgerufen: 4. April 2025)