Um das Jahr 1230 entstand die Deutschordenskommende in Ramersdorf. Nach der Säkularisierung wechselte die Kommende Ramersdorf mehrfach die Besitzer und wurde immer wieder umgebaut und erweitert.

Kommende Ramersdorf

Erst gegen Ende des 19. Jahrhundert erhielt sie ihr endgültiges Aussehen. Das Gebäude wurde um 1846 nach einem Brandschaden auf Initiative des königlichen Bauinspektors Johann Claudius von Lassaulx wieder aufgebaut, im Stil der Neogotik.

Sie liegt heute nahe am Autobahnkreuz Bonn - Ost, das in den 1970-er Jahren unmittelbar angrenzend gebaut wurde.

  • Adresse: Ramersdorfer Kommende, Oberkasseler Str. 10, 53227 Bonn

Geschichte

 
Kommende Ramersdorf. - Foto: Hans-Dieter Weber.

Die Kommende des Deutschordens, im 13. Jahrhundert auf einem Hügel am Fuße des Ennert errichtet, wäre in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beinahe der Abrissbirne zum Opfer gefallen, hätten die Ramersdorfer nicht energisch protestiert. So steht das Gebäude weiterhin, wenn auch von Autobahnen und Autobahn-Zubringern umzingelt.

Die Kommende erinnert an den Deutschen Ritterorden, der 1809 aufgelöst worden ist. Nur noch das einst freistehende romanische Portal samt Pforte für die Passanten stammt noch aus Gründerzeiten – und die Kapelle, die jedoch im 19. Jahrhundert abgetragen und auf dem Alten Friedhof in Bonn wieder aufgebaut wurde. Freiherr von Oppenheim, Bankier aus Köln, ließ die vom ihm 1884 erworbene Kommende vom Kölner Architekten Wilhelm Hoffmann, der auch schon die Drachenburg oberhalb von Königswinter gebaut hatte, als Herrensitz herrichten – mit allen damals chicen Attributen: neugotisch, mit Türmen und Türmchen. Von der Kurfürst Clemens August zu verdankenden Barock-Version blieb kaum etwas erhalten. 1932 hatte die Reichsbahn die Kommende gekauft und zur Ausbildungsstätte umfunktioniert; die Bundesbahn führte den Ausbildungsbetrieb bis 1967 fort.

Weblinks